Die Werchowna Rada der Ukraine hat ein Gesetz verabschiedet, das die medizinischen und sozialen Expertenkommissionen (MSEC) auflöst und einen Übergangsmechanismus zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben vorsieht. Diese Entscheidung hat bereits lebhafte Diskussionen ausgelöst, da die Änderungen sowohl das Gesundheitssystem als auch verwandte Bereiche betreffen werden.
Laut Olga Stefanyshyna, Mitglied des Gesundheitsausschusses des ukrainischen Parlaments, zielt die Reform darauf ab, ein veraltetes System abzuschaffen, das den modernen Herausforderungen seit Langem nicht mehr gerecht wird. Alle Funktionen des MSEC wurden vorübergehend in den Gesundheitssektor übertragen, der ihrer Aussage nach der stärkste der relevanten Sektoren sei.
Obwohl das Gesundheitssystem die Aufgaben des MSEC übernommen hat, ist diese Lösung nicht optimal. Ärzte, die ohnehin schon unter schwierigen Bedingungen arbeiten, werden dadurch zusätzlich belastet.
„Das ist unfair, denn unsere Ärzte sollten keine Aufgaben übernehmen, die nicht zu ihren Aufgaben gehören. Aber das war eine vorübergehende Lösung, um Chaos zu vermeiden“, bemerkte Stefanyshyna.
Darüber hinaus werden zusätzliche Mittel für das Programm der medizinischen Garantien bereitgestellt, was die Erfüllung der neuen Aufgaben erleichtern soll.
Das Ministerkabinett wird voraussichtlich innerhalb von sechs Monaten einen neuen Gesetzentwurf erarbeiten, der die Aufgaben der aufgelösten staatlichen Unternehmen auf verschiedene Bereiche wie Soziales, Bildung und Beschäftigung verteilt.
Das neue System soll ab Sommer 2026 vollständig in Kraft treten.
„Damit kann das Gesundheitssystem zu seiner Hauptfunktion zurückkehren – der Gesundheitsversorgung und nicht der Lösung sozialer Probleme“, schloss der Abgeordnete.

