Der stellvertretende Direktor eines Herstellers von Ausrüstung für die elektronische Kriegsführung und Luftfahrtexperte Anatoliy Khrapchinsky erklärte gegenüber Kyiv24, die Ukraine verfüge über die Kapazitäten, Drohnen mit selbstproduzierten Komponenten herzustellen. Dies bedeute zumindest die Fähigkeit, Module und Triebwerke für FPV-Drohnen zu fertigen – ein wichtiger Schritt hin zur technologischen Unabhängigkeit.
„ Bei der Entwicklung jeglicher Waffen müssen wir verstehen, dass die inneren Komponenten die Richtung vorgeben, das heißt, wir müssen die technologische Entwicklung selbst vorantreiben und uns nicht von anderen abhängig machen “, betonte Chraptschinski. Gleichzeitig merkte er an, dass das Hauptproblem der Preis sei: Die Produktionskosten in der Ukraine seien höher als in China, wo Motoren für viele Märkte in Serie gefertigt würden.
Der Experte äußerte sich auch zu den technischen Fähigkeiten der russischen „Shaheeds“ und präzisierte die Entfernung, in der sie steuerbar bleiben: „ Ich möchte nochmals betonen, dass die „Shaheeds“ nur auf eine Entfernung von bis zu 150 km steuerbar sind .“ Seinen Angaben zufolge verstärkt der Feind zwar den Einsatz stationärer Startrampen, die Kontrollreichweite ist jedoch begrenzt.
Der Artikel erwähnt auch internationale Hilfe: Großbritannien arbeitet am Projekt „Octopus“, einer Abfangdrohne zur Bekämpfung russischer Märtyrer. Der britische Verteidigungsminister Luke Pollard erklärte, dass die Produktion von etwa 2.000 solcher Drohnen pro Monat geplant sei, die an die Ukraine geliefert werden sollen, um feindliche Drohnen abzufangen.
Khrapchinskys Aussagen betonen, dass die technischen Grundlagen für eine lokale Produktion vorhanden sind, wirtschaftliche Herausforderungen (vor allem die Kosten) und die Massenproduktion in China jedoch den Komponentenmarkt bestimmen. Gleichzeitig sollten internationale Initiativen die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine kurzfristig stärken.

