Die Staatsanwaltschaft hat in der Region Lwiw umfangreiche Missstände aufgedeckt. Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko berichtete, dass die Strafverfolgungsbehörden gegen 18 Personen – Beamte lokaler Regierungen, Exekutivbehörden, Angestellte von Versorgungsunternehmen und Leiter von Bauunternehmen – Anzeige erstattet haben.
Insgesamt gab es neun kriminelle Vorfälle, die dem Staatshaushalt Verluste von über 51 Millionen Hrywnja verursachten.
Wichtige Episoden der Ermittlungen:
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Forstbetrug führte zu Verlusten in Höhe von 42 Millionen UAH. Vier Beamte des staatlichen Unternehmens „Wälder der Ukraine“ erteilten unbegründete Abholzungsgenehmigungen, was zu erheblichen finanziellen Schäden führte.
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Missbrauch vor dem Hintergrund des Krieges. Laut den Ermittlungen veruntreute Andriy Zhydachek, stellvertretender Vorsitzender des Gemeinderats von Solonkiv, Gelder, um Drohnenabwehrgewehre zu kaufen.
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Überhöhte Kosten nach dem Beschuss. Der Direktor des Auftragnehmerunternehmens, das die Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten in der Stryyska-Straße in Lemberg durchführte, erhöhte die Kosten der Arbeiten künstlich.
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Zollbetrug. Der staatliche Zollinspektor der Zollstelle Jaworiw organisierte die illegale Einfuhr von Waren in die Ukraine ohne Entrichtung der Zölle.
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Missbrauch im Sozialversicherungssystem. Eine Beamtin der Regionalverwaltung Stryi hat zusammen mit ihrem Ehemann 2 Millionen UAH verschwendet, die im Rahmen des Programms „Städtische Nanny“ bereitgestellt wurden.
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Scheinreparaturen an der Schule. Der Inspektor der Bauabteilung des regionalen Bildungsdienstes von Lwiw unterzeichnete die Bescheinigungen über die Fertigstellung der Arbeiten an der Bildungseinrichtung, obwohl keine Reparaturen durchgeführt wurden.
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„Reparatur“ einer nicht existierenden Rohrleitung. Der ehemalige Direktor des städtischen Unternehmens Sambir, ein Bauunternehmer und ein technischer Prüfingenieur veruntreuten 1 Million UAH für nicht ausgeführte Arbeiten.
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Betrug in einem Kinderkrankenhaus. Ein privater Unternehmer und der Geschäftsführer einer Firma eigneten sich Gelder an, die für die Sanierung einer Abteilung eines Kinderkrankenhauses in Lwiw vorgesehen waren.
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Ungeeignete Kohle für das Krankenhaus. Der Direktor eines Privatunternehmens lieferte Kohle an das Krankenhaus Rava-Ruska, deren Qualität nicht den Vertragsbedingungen entsprach.
Der Generalstaatsanwalt merkte an, dass die Strafverfolgungsbehörden weiterhin daran arbeiten, die Täter vor Gericht zu bringen.

