In der Nacht des 14. Juni starteten russische Streitkräfte einen massiven Angriff auf Kiew und Umgebung. Dabei kamen 175 Drohnen und mindestens 14 Raketen zum Einsatz, darunter zwei ballistische Raketen, wie der Leiter der Kiewer Stadtmilitärverwaltung, Timur Tkachenko, mitteilte.
Seinen Angaben zufolge wurden mindestens 27 Orte getroffen, und nach den Treffern wurden Brände in verschiedenen Bezirken der Hauptstadt registriert – insbesondere in Darnytskyi, Svyatoshynskyi, Solomyanskyi, Dniprovskyi, Podilskyi und Obolonskyi.
Im Bezirk Solomyanskyi stürzte bei dem Anschlag der Eingang eines Hochhauses vollständig ein. Rettungskräften zufolge starben mindestens 14 Menschen. Offiziell wurden 14 Tote und 99 Verletzte bestätigt. Unter den Verletzten befinden sich Einwohner verschiedener Bezirke der Hauptstadt, darunter 18 Personen aus Swjatoschynskyi.
Mehr als 40 Verletzte wurden in städtische Krankenhäuser gebracht, einige von ihnen in ernstem Zustand.
Nach einem Raketenangriff brach im Bezirk Darnyzja ein Großbrand aus. Die Luftwaffe war an den Löscharbeiten beteiligt – der Brand wurde von einem Hubschrauber aus bekämpft. Auch die Wohnheime des Kiewer Luftfahrtinstituts wurden durch den Beschuss beschädigt. Laut der kommissarischen Rektorin Ksenia Semenova überlebten alle Studierenden im Schutzraum, einige wurden jedoch verletzt.
Bei einem Anschlag im Solomiansky-Bezirk kam ein 62-jähriger US-Bürger ums Leben. Laut dem Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, ereignete sich der Anschlag direkt gegenüber dem Haus, in dem Sanitäter andere Opfer retteten.
Die Luftqualität in der Hauptstadt hat sich seit dem Anschlag deutlich verschlechtert. In mehreren Gebieten kam es zu Strom- und Wasserausfällen. Rettungskräfte und Sanitäter sind weiterhin vor Ort im Einsatz, um Trümmer zu beseitigen und nach Verschütteten zu suchen.

