In der Nacht zum 24. Mai führte Russland einen seiner größten Angriffe auf ukrainischem Territorium durch. Bei dem kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen wurden mindestens 14 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Unter den Opfern befanden sich auch Kinder.
Kiew und die Region
In der Hauptstadt wurden bei dem nächtlichen Anschlag elf Menschen verletzt, drei von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am stärksten betroffen waren die Bezirke Holosiivskyi, Dniprovskyi und Shevchenkivskyi – Wohnheime und Privathäuser brannten nieder.
In der Region Kiew wurden laut Angaben der Nationalpolizei mindestens vier Menschen getötet und 23 weitere verletzt, darunter sechs Kinder. Betroffen waren die Bezirke Obuchiw, Buchan, Bila Zerkwa, Fastiw und Browary.
Region Schytomyr
Bei den Angriffen wurden drei Kinder im Alter von 8, 12 und 17 Jahren getötet. Zwölf weitere Personen wurden verletzt.
Region Odessa
Auf einem Parkplatz inmitten von Hochhäusern in Odessa geriet ein Drohnenangriff in Brand. Mindestens 20 Autos wurden zerstört. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.
Region Mykolajiw
Eine feindliche Drohne traf ein fünfstöckiges Gebäude. Ein Mann, Jahrgang 1948, kam ums Leben, fünf weitere Personen, darunter ein Jugendlicher, wurden verletzt. Zwei Stockwerke des Gebäudes wurden zerstört, zwei weitere beschädigt.
Region Chmelnyzkyj
Vier Menschen kamen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, einer davon schwer. Mindestens sechs Privathäuser wurden zerstört, mehr als 20 beschädigt. Eine Schule und öffentliche Verkehrsmittel wurden beschädigt.
Region Ternopil
Ein Industriebetrieb wurde beschädigt, vermutlich durch den Treffer einer Kalibr-Rakete. Rund 1.000 Quadratmeter Produktionsfläche brannten ab. Über Verletzte liegen derzeit keine Informationen vor.
Region Tschernihiw
In verschiedenen Bezirken der Region wurden mehrere Treffer an Objekten registriert. Lagerhallen, ein Kohlenlager und ein Nichtwohngebäude gerieten in Brand. Ein Gebäude in Tschernihiw wurde beschädigt.
Region Sumy
Der Bürgermeister von Konotop, Artem Semenikhin, bezeichnete den Angriff als „den schwersten Schlag seit dem Zweiten Weltkrieg“. Kritische Infrastruktur in einem der Stadtviertel wurde zerstört. Der Wohnbereich blieb nach ersten Angaben unversehrt.
Der russische Angriff in jener Nacht war einer der blutigsten der jüngeren Geschichte. In den meisten Regionen laufen noch Rettungsaktionen; die Behörden ermitteln das Ausmaß des Angriffs und leisten den Opfern Hilfe.

