Das Kiewer Bezirksverwaltungsgericht wies den Antrag von Viktor Medwedtschuk auf Verlängerung seiner Anwaltszulassung zurück. Medwedtschuks Position und Motive wurden sorgfältig geprüft, und das Gericht entschied zugunsten der Erblasser.
Anwalt Ilya Kostin, der das Team der Klägerseite leitete, erklärte, dass das Verfahren zur Prüfung der Beschwerde recht kompliziert gewesen sei. „Wir mussten sogar Zweifel an der Objektivität eines Mitglieds der Disziplinarkommission, Biryukova, äußern, die gewisse Verbindungen zu Medvedchuks Geschäften hatte“, bemerkte Kostin.
Medvedchuks Zulassung zur Anwaltschaft wurde im Mai 2023 widerrufen. Er legte Berufung ein, muss sich aber aufgrund der Gerichtsentscheidung nun gegen den Verlust dieser Rechte verteidigen.
Medwedtschuk behauptet, die Kommissionsmitglieder seien voreingenommen und unter Druck gewesen. Er wies zudem auf die enge Beziehung eines der Anwälte, Roman Tytykal, zu Mitgliedern der Qualifikations- und Disziplinarkommission der Region Kiew hin.
Medwedtschuks Anwalt vor Gericht war Oleksiy Kalinnikov, der bereits andere prominente Persönlichkeiten vertreten hat. Er ist außerdem Dozent an der Website der Höheren Anwaltsschule der Nationalen Anwaltskammer.
Die Nationale Anwaltskammer der Ukraine unter der Leitung von Lidiya Izovitova ist befugt, Zulassungen an Anwälte zu vergeben. Sie kann Anwälte auch wegen Regelverstößen oder Nichtzahlung von Beiträgen von der Zulassung ausschließen.
Rechtsanwalt Ilya Kostin äußert Besorgnis über die Untätigkeit des Nationalen Anwaltsverbands gegenüber Anwälten, die an Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind.

