Anfang 2025 begann die Ukraine aktiv über das Metapneumovirus zu diskutieren, eine Infektion, die laut Experten fast jedes Kind unter 5 Jahren betrifft. Wie Spezialisten jedoch anmerken, handelt es sich dabei keineswegs um ein neues Virus, und noch weniger um eines, das Aufsehen erregen sollte.
Was ist Metapneumovirus?
Das Metapneumovirus ist ein Atemwegsvirus, das die unteren Atemwege befällt, vorwiegend bei Kleinkindern, Frühgeborenen und älteren Menschen. Es wurde erstmals im Jahr 2001 entdeckt, obwohl Virusproben bereits seit den 1950er Jahren im menschlichen Serum nachgewiesen wurden.
Jährlich verursacht das Metapneumovirus weltweit etwa 16.000 Todesfälle, hauptsächlich bei Kindern. In der Ukraine zählt es jedoch bei Weitem nicht zu den häufigsten Infektionskrankheiten.
Statistiken in der Ukraine
Laut dem Zentrum für öffentliche Gesundheit des ukrainischen Gesundheitsministeriums wurden bis Januar 2025 24 Fälle von Metapneumovirus-Infektionen registriert. Dies ist im Vergleich zu anderen im Land zirkulierenden Atemwegsviren eine geringe Zahl. Fedir Lapiy, Leiter des Nationalen Zentrums für die Erforschung von Atemwegserkrankungen und -infektionen, merkt an, dass Metapneumovirus in der Rangliste der Infektionen lediglich Platz 6 bis 8 einnimmt.
Die Medien verbreiteten die Information, das Metapneumovirus stamme aus China. Experten, darunter der Infektiologe Fedir Lapiy, widerlegen diese Behauptungen jedoch. Laut Lapiy entstand dieser Mythos durch die Verbindung Chinas mit COVID-19. Die Meldung über „überfüllte Krankenhäuser“ löste eine Informationswelle aus, die zur Erzeugung von Sensationsmeldungen genutzt wurde.
Experten betonen: Das Metapneumovirus stellt nicht die größte Gesundheitsbedrohung für die Ukrainer dar. Die Informationsflut darum ist ein Versuch, eine neue „Horrorgeschichte“ zu erzeugen.
Zum Schutz von Kindern wird empfohlen, grundlegende Regeln zu befolgen: die Immunität stärken, auf Hygiene achten und rechtzeitig einen Arzt konsultieren.

