Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros deckten mit Unterstützung des Sicherheitsdienstes der Ukraine einen Fall von Amtspflichtverletzung auf, der dem Staat einen Schaden von über 4,3 Millionen Hrywnja verursachte.
Im Juni 2024 genehmigte der Stabschef einer der Militäreinheiten in der Region Mykolajiw die ungerechtfertigte Ansammlung zusätzlicher Zahlungen an Soldaten, die nicht an Kampfeinsätzen teilgenommen hatten.
Laut SBI wies der Beamte seinen Untergebenen, dem die nötige Erfahrung fehlte, mit der Erstellung der Zahlungsdokumente an. Daraufhin stimmte dieser zu, Soldaten zu bezahlen, die keine Kampfeinsätze durchgeführt hatten. Trotzdem überprüfte der Stabschef die Handlungen des Untergebenen nicht und unterzeichnete die Dokumente, wodurch dem Staat erhebliche Verluste entstanden.
Der Beamte steht derzeit unter Verdacht, gemäß Artikel 425 Absatz 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches seine Pflichten als Militärbeamter vernachlässigt und dadurch unter den Bedingungen des Kriegsrechts schwerwiegende Folgen verursacht zu haben. Der Artikel sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu acht Jahren vor.
Die Ermittlungen dauern an, und es werden Maßnahmen ergriffen, um den dem Staat entstandenen Schaden zu kompensieren.
Dieser Fall unterstreicht einmal mehr die Wichtigkeit der strikten Einhaltung der amtlichen Kontrollstandards, insbesondere unter Bedingungen des Kriegsrechts, wenn jede Hrywnja den Verteidigungsbedürfnissen und der Versorgung der tatsächlichen Kämpfer dienen muss.

