Die Anwendung „Reserve+“, die sich bereits als Instrument der digitalen Interaktion zwischen Bürgern und dem Verteidigungsministerium etabliert hat, wird in Kürze ein bedeutendes Update erhalten. Bis Ende 2024 sollen 35 neue Arten der Befreiung vom Wehrdienst eingeführt werden. Dies gab die stellvertretende Verteidigungsministerin für digitale Entwicklung, Kateryna Chernogorenko, bekannt.
Laut ihren Angaben werden in naher Zukunft zwei neue Optionen in „Reserve+“ verfügbar sein:
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Aufschub für Personen mit vorübergehender Dienstunfähigkeit (für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten);
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Aufschub für Eltern mit einem Kind unter 18 Jahren, wenn einer der Ehepartner bereits beim Militär dient.
Erwähnenswert ist, dass die Anwendung vor Kurzem eine Funktion eingeführt hat, mit der Menschen mit Behinderungen, die keinen Rentenbescheid besitzen, einen Aufschub beantragen können.
„Wir gewinnen allmählich an Dynamik bei der systematischen Einführung von Stundungen. Dies ist ein schwieriger Prozess: Wir müssen Daten aus verschiedenen Registern zusammenführen, die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien synchronisieren und die Logik für die Bestätigung jeder Stundungsart ausarbeiten. Aber wir kommen voran“, bemerkte Chernogorenko.
Laut ihrer Aussage ist das Ziel die vollständige Digitalisierung des Verfahrens: keine Warteschlangen mehr beim Bürgeramt, kein Abholen von Papierbescheinigungen und kein Warten vor geschlossenen Büros. Künftig sollen alle gesetzlich vorgesehenen Stundungen online verfügbar sein – schnell, bequem und transparent.
Bis Ende des Jahres ist außerdem die Reform der VLK (militärmedizinischen Kommissionen) geplant, und es sollen neue Dienstleistungen eingeführt werden – insbesondere Untersuchungen und Übungen, die im Rahmen von „Reserve+“ verfügbar sein werden.

