Der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada, Dmytro Lubinets, erhielt in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 über 1.600 Beschwerden bezüglich der Maßnahmen der territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren (TCK und SP). Dies berichtete er in einem öffentlichen Bericht und betonte, dass die Situation alarmierend sei.
Zum Vergleich: Im Jahr 2023 gingen rund 500 Beschwerden gegen das Vorgehen der CCC ein. Im Jahr 2024 stieg diese Zahl auf über 3.300. Dieser Trend verstärkt sich auch in diesem Jahr.
„Ganz ehrlich – wir reagieren immer. Es gibt Fälle, in denen meine Mitarbeiter persönlich zum CCC kommen und dabei helfen, die Rechte der Bürger wiederherzustellen“, sagte der Ombudsmann.
Die Ergebnisse der Inspektionen zeigen jedoch eine Diskrepanz zwischen der Anzahl der Beschwerden und der Anzahl der nachgewiesenen Verstöße: Nur etwas mehr als 50 Mitarbeiter der CCC wurden disziplinarisch belangt. Das heißt, von über 1.500 Beschwerden wurden nur wenige Prozent der Betroffenen bestraft.
Auf die Frage nach den Gründen für die geringe Anzahl bestätigter Verstöße antworteten die Landstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte nur teilweise. Sie gaben an, dass im Juni 2025 lediglich 14 % der Beschwerden berechtigt waren. Die übrigen Fälle seien Fälschungen, Übertreibungen oder Teil von Informations- und psychologischen Operationen (IPSO) zur Diskreditierung der Wehrdienststellen.
Das Vertrauensproblem in staatliche Institutionen in Mobilisierungsfragen verschärft sich zunehmend. Einerseits reagiert die Gesellschaft auf mögliche Missbräuche durch das Zentralkomitee der Streitkräfte (ZK). Andererseits werten militärische Strukturen dies als Teil einer feindseligen Informationskampagne.
Wer im Recht ist, ist noch ungeklärt. Doch eines ist klar: Der Konflikt zwischen dem Vertrauen der Öffentlichkeit und den Aktivitäten der CCC und des Joint Ventures ist noch lange nicht beigelegt.

