Die Ermittler der Territorialabteilung des Büros für Wirtschaftssicherheit in der Region Wolhynien deckten ein groß angelegtes System zur Herstellung und zum Verkauf von gefälschtem Treibstoff auf, das gleichzeitig in mehreren Regionen der Ukraine aktiv war.
Den Ermittlungen zufolge mieteten die Organisatoren Lagerhallen an, in denen sie eine sogenannte „hausgemachte“ Produktion einrichteten. Dort wurde Dieselkraftstoff mit Gaskondensat vermischt, anschließend wurde das Gemisch über ein Netz von Partnertankstellen verkauft.
Die Strafverfolgungsbehörden legten besonderes Augenmerk auf die hohe Organisation des illegalen Geschäfts. Zur Koordination ihrer Aktivitäten nutzten die Verdächtigen eine spezielle Software, mit der sie Bestellungen in Echtzeit verfolgen und Lieferungen kontrollieren konnten.
Laut BEB vermieden die Täter außerdem die Zahlung von Steuern, indem sie Barzahlungen nutzten und über kontrollierte Unternehmen eine fiktive Mehrwertsteuergutschrift schufen.
Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten erhebliche Bargeldsummen sicher – insgesamt über 13 Millionen Hrywnja in verschiedenen Währungen. Darunter befanden sich insbesondere 230.000 US-Dollar, 7.000 Euro und etwa 2,7 Millionen Hrywnja.
Darüber hinaus wurden rund 80.000 Liter fragwürdiger Kraftstoff und Gaskondensat, Pumpen für Flüssigkeiten, Zapfsäulen sowie Computer und Entwürfe der Buchhaltung beschlagnahmt.
Derzeit laufen die Voruntersuchungen, und die Fallakten werden für die Übergabe an das Gericht vorbereitet.
Die Strafverfolgungsbehörden betonen, dass solche Machenschaften dem Staatshaushalt erheblichen Schaden zufügen und aufgrund der geringen Kraftstoffqualität auch Risiken für die Verbraucher bergen.

