Gemäß den Verfahrensanweisungen des Staatsanwalts der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) meldeten NABU-Ermittler den Verdacht dem ehemaligen stellvertretenden Leiter der Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine, Kostyantyn Kulik.
Die Strafverfolgungsbehörden stellten fest, dass Kulyk einem der Leiter des staatlichen Finanzdienstes dabei geholfen hatte, seine Amtsbefugnisse zu missbrauchen, wodurch dem Staat ein Schaden von mehr als 641 Millionen Hrywnja entstanden war.
Den Ermittlungen zufolge legte ein Unternehmen beim staatlichen Finanzamt Beschwerde gegen einen Steuerbescheid ein. Der Erste Stellvertretende Leiter des Finanzamts, zuständig für die Genehmigung von Bescheiden auf Grundlage der Beschwerdeprüfung, unterzeichnete den vorbereiteten Bescheidentwurf im Interesse des Unternehmens und mit Unterstützung von Kulyk nicht fristgerecht.
Dem Staat ist somit ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden, und das Verhalten des Verdächtigen wird als Amtspflichtverletzung und Beihilfe zu Missbrauch in großem Umfang eingestuft. Derzeit läuft ein Vorverfahren, und Kulyk gilt als Tatverdächtiger.
Dieser Fall ist ein Beispiel für die Kontrolle und Reaktion der Strafverfolgungsbehörden auf den Verdacht von Korruptionsmissbrauch in höheren Instanzen und verdeutlicht die Aktivitäten der SAPO und NABU im Kampf gegen Finanzkriminalität, die dem Staat Verluste in Millionenhöhe verursacht.

