Das Nationale Antikorruptionsbüro durchsuchte am 2. April die Wohnung von Anatoli Kowaltschuk, dem Leiter der Staatsanwaltschaft der Transkarpatenregion, im Rahmen von Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung. Die Ermittlungsmaßnahmen fanden sowohl in Kowaltschuks Wohnung als auch in seinem Büro statt.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten NABU-Ermittler Bargeld in Höhe von 8.550 US-Dollar, 9.180 Euro und 121.000 UAH bei Kovalchuk sowie ein Apple iPhone 16 Pro. Den Ermittlungen zufolge könnte es sich bei den beschlagnahmten Geldern um illegal erworbenes Vermögen handeln. Am 10. April beschlagnahmte der Oberste Antikorruptionsgerichtshof diese Vermögenswerte, und am 17. April bestätigte die Berufungskammer des Obersten Antikorruptionsgerichtshofs diese Entscheidung. Die Berufung von Kovalchuks Vertreter wurde zurückgewiesen, und das Urteil wurde für rechtskräftig erklärt.
Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen in einem groß angelegten Bestechungsfall. Im Zuge dieses Falls wurde der ehemalige Kiewer Polizist Iwan Wainagij festgenommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er in Absprache mit Vertretern der Staatsanwaltschaft der Transkarpatenregion von einem Zeugen 5.000 US-Dollar forderte und ihm Straffreiheit versprach. Nachdem der Zeuge sich weigerte, wurde er über den Verdacht und später über eine weitere Anklage wegen Erpressung in Höhe von 30.000 US-Dollar informiert. Bei der Übergabe dieses Betrags am 2. April wurde Wainagij festgenommen.
Die Ermittlungen dauern an. NABU vermutet, dass weitere Vertreter der regionalen Staatsanwaltschaft in die Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten.

