NABU und SAPO haben einen Fall wegen groß angelegter Veruntreuung von Geldern beim Staatsunternehmen "Ukrecoresursy" vor Gericht gebracht, in dem es um den Kauf von Abfallverarbeitungsanlagen geht.
Den Ermittlungen zufolge organisierte der Leiter des staatlichen Unternehmens in Absprache mit Vertretern von Wirtschaftsunternehmen den Abschluss eines Vertrags mit einer kontrollierten GmbH über die Lieferung von 100 Fandomaten – Maschinen zur Sammlung gebrauchter Container –, die nicht den Betriebsanforderungen entsprachen. Um den Anschein der Einhaltung technischer Standards zu erwecken, änderten die Beteiligten die Kaufbedingungen, insbesondere hinsichtlich der technischen Parameter und der Zahlungsmodalitäten, und schalteten zudem ein in Panama registriertes Zwischenunternehmen ein.
Die Untersuchung bestätigte, dass die Fanclubs unbrauchbar waren, wodurch dem Staat ein Schaden von 13,69 Millionen UAH entstand. Darüber hinaus wurde mit gefälschten Dokumenten ein Kredit in Höhe von über 8,7 Millionen UAH aufgenommen.
Ein weiterer Fall von Veruntreuung war der Kauf von horizontalen automatischen Pressen. Anstatt der bestellten fünf Pressen erhielt das Unternehmen nur drei, während staatliche Gelder in Höhe von 8,5 Millionen UAH veruntreut wurden.
Zu den Angeklagten gehören der Direktor des Staatsunternehmens „Ukrecoresursy“, zwei Geschäftsführer der GmbH und eine Einzelperson. Die Handlungen der Angeklagten fallen unter Artikel 191 Absatz 5, Artikel 190 Absatz 4, Artikel 358 Absatz 4 und Artikel 366 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches.
Der Fall wurde dem Gericht zur Prüfung vorgelegt, was den Weg ebnet, die Täter strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen und den Staat für den entstandenen Schaden zu entschädigen.

