Trotz anhaltenden Beschusses und erheblicher Infrastrukturverluste hat die Naftogaz-Gruppe bereits 50 % der durch feindliche Angriffe im Februar dieses Jahres verloren gegangenen Gasproduktion wiederhergestellt, berichtete der Pressedienst des Unternehmens.
Laut Naftogaz war die laufende Heizperiode die schwierigste während des gesamten Krieges. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2025 führte der Feind mehr als acht Großangriffe mit Drohnen und Raketen durch. Insgesamt wurden über 100 direkte Treffer auf die Anlagen des Unternehmens registriert.
Einer der heftigsten Angriffe fand am 28. März statt. Russische Truppen griffen damals erneut die Energieinfrastruktur an und beschädigten Gasförderanlagen.
Dieser Angriff war der achtzehnte auf Anlagen von Naftogaz seit Beginn des umfassenden Krieges und der achte im Jahr 2025. Jeder dieser Angriffe hat Folgen nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die gesamte Energieversorgungssicherheit der Ukraine.
Trotz der Erholungsbemühungen räumt das Unternehmen ein, dass ein Betrieb ohne Gasimporte unmöglich ist. Für eine stabile Versorgung in der kommenden Heizperiode muss die Ukraine mindestens eine Milliarde Kubikmeter Erdgas importieren.
Die Regierung und Naftogaz arbeiten bereits an der Suche nach Finanzierungsquellen und dem Aufbau strategischer Reserven. Priorität hat die weitestgehende Kompensation der Verluste, die Vermeidung von Versorgungsengpässen und die Wärmeversorgung ukrainischer Haushalte.

