Die Feiertage sind für viele eine hektische Zeit. Termine, Reisen, emotionaler Stress, Vorfreude und ein ständiger Nachrichtenstrom erzeugen ein Gefühl von unaufhörlicher Hektik. Doch nach den Feiertagen herrscht statt Freude oft Erschöpfung, Verwirrung und die Schwierigkeit, wieder in den gewohnten Lebensrhythmus zurückzufinden.
Experten zufolge ist dieser Zustand die natürliche Reaktion des Körpers auf anhaltenden Stress. Wichtig ist es jetzt, sich nicht zu einer schnellen Erholung zu zwingen, sondern sich Zeit zum Entspannen zu nehmen.
Senken Sie Ihre Erwartungen an sich selbst.
Viele Menschen ziehen am Ende des Jahres Bilanz und erwarten besondere Gefühle von den Feiertagen. Werden diese Erwartungen nicht erfüllt, folgt Enttäuschung. Müdigkeit, Apathie oder innere Leere nach den Feiertagen sind weit verbreitete Phänomene, die keinem Kampf bedürfen.
Wenn Sie sich erlauben, diese Zustände ohne Selbstkritik zu erleben, reduziert das den inneren Druck und hilft Ihnen, sich schneller zu erholen.
Zurück zu den Grundlagen:
Die Hektik der Feiertage bringt oft den Schlaf-, Ernährungs- und Bewegungsrhythmus durcheinander. Dabei sind es gerade diese einfachen Dinge, die den größten Einfluss auf Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden haben.
Regelmäßiger Schlaf, warmes Essen, Wasser und minimale Körperpflege können bereits nach wenigen Tagen eine spürbare Wirkung zeigen.
Machen Sie kurze Pausen.
Der ständige Strom an Dingen und Gedanken lässt dem Nervensystem keine Zeit zum Abschalten. Schon wenige Minuten Stille ohne Telefon, Nachrichten und Gespräche reduzieren Stress.
Kurze Pausen über den Tag verteilt tragen dazu bei, ein Gefühl von Unterstützung und Kontrolle wiederherzustellen.
Hören Sie auf Ihre Gefühle.
Nach den Feiertagen ist Ihre Gefühlslage oft widersprüchlich. Anstatt sie zu ignorieren, ist es wichtig zu versuchen, zu verstehen, was diese Gefühle Ihnen sagen wollen.
Gereiztheit kann auf Müdigkeit hindeuten, Traurigkeit auf ein Bedürfnis nach Ruhe und Angst auf Unsicherheit. Wenn Sie diese Signale kennen, können Sie Ihren Lebensrhythmus besser anpassen.
Setzen Sie auf Absichten statt auf starre Ziele.
Radikale Neujahrsvorsätze erzeugen oft zusätzlichen Druck. Psychologen raten dazu, sich auf Absichten zu konzentrieren – innere Orientierungspunkte, die die Richtung vorgeben – anstatt auf Verpflichtungen.
Ruhe, Ausgeglichenheit, Selbstfürsorge oder Klarheit bei Entscheidungen lassen sich leichter in den Alltag integrieren.
Setzen Sie persönliche Grenzen.
Nach einem intensiven Gespräch ist es besonders wichtig, sich wieder Freiraum zu verschaffen. Dies gilt sowohl für emotionale als auch für physische Grenzen.
Stille, Spaziergänge, eine warme Dusche oder ruhige Musik helfen, angestaute Spannungen abzubauen.
Halten Sie Ihre Gedanken schriftlich fest.
Das Aufschreiben hilft, Ihr inneres Chaos zu ordnen. Schon wenige Zeilen über Ihre Erlebnisse oder Wünsche bringen oft mehr Klarheit als lange Betrachtungen.
Ein Tagebuch ermöglicht es Ihnen, wiederkehrende Zustände zu erkennen und Ihre eigenen Bedürfnisse besser zu verstehen.
Bewegen Sie sich sanft und ohne Anstrengung.
Nach den Feiertagen braucht Ihr Körper sanfte Bewegung, keine Anstrengung. Langsame Spaziergänge, leichte Dehnübungen oder ruhiges Yoga können helfen, Verspannungen zu lösen.
Bewegung ohne Wettkampf und Hektik stellt schnell das Energiegefühl wieder her.
Das Jahr entspannt beginnen.
Die Rückkehr zum gewohnten Rhythmus muss nicht abrupt erfolgen. Langsamkeit, Selbstfürsorge und Pausen helfen, Ressourcen zu schonen und sind kein Zeichen von Schwäche.
Manchmal ist der beste Weg, ein neues Jahr zu beginnen, sich Zeit zu lassen.

