Der ukrainische Energiesektor kann aufatmen: NJSC Naftogaz of Ukraine versichert, dass sie in der Lage sein wird, den gesamten Bedarf an Stromerzeugung mit Gas während der Heizperiode 2024-2025 zu decken.
Der Firmenchef Oleksiy Chernyshov bestätigte, dass das Tempo der Wiederherstellung der Wärmekraftwerke und des Anschlusses neuer Erzeugungsanlagen keine Probleme bei der Gasversorgung verursachen werde.
Laut seinen Angaben weiß Naftogaz bereits, welche Gasmengen benötigt werden, auch wenn die genauen Zahlen vertraulich bleiben. „Wir verfügen über beträchtliche Gasreserven, um alle Herausforderungen zu meistern. Wir beobachten das Tempo des Anschlusses neuer Stationen und die von uns festgelegten technischen Bedingungen. Dadurch können wir zusätzliche Bedarfe problemlos decken“, erklärte er.
Chernyshov betonte außerdem, dass die durch die Zerstörung des Wärmekraftwerks und die Abschaltung der Anlagenteile wegfallende Gasmenge den Bedarf der neuen Stromerzeugung decken werde. „Die Lösung dieses Problems hängt von zwei Faktoren ab: der für die neue Stromerzeugung benötigten Gasmenge und der Menge, die durch die Wiederinbetriebnahme der alten Anlagen frei wird. Ich bin sicher, dass der zweite Faktor größer sein wird als der erste“, so der Chef von Naftogaz.
Stand 22. Juli 2024 verfügt die Ukraine über Erdgasreserven in unterirdischen Speichern von 10 Milliarden Kubikmetern. Seit Beginn der Fördersaison am 1. April hat das Land bereits über 2,5 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert. Chernyshov zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Umsetzung des Plans zur Gasspeicherung bis zum 1. November, der 13,2 Milliarden Kubikmeter vorsieht.
In der letzten Heizperiode verfügte die Ukraine über Reserven von 16 Milliarden Kubikmetern und verbrauchte 8,5 Milliarden Kubikmeter Gas, wovon 6,7 Milliarden Kubikmeter zum Einsatz kamen.
Derzeit plant der Energiekonzern DTEK, bis Oktober 2024 60 bis 70 % der zerstörten thermischen Kraftwerke wiederherzustellen, sofern es zu keinen neuen Angriffen kommt. Laut Geschäftsführer Dmytro Sakharuk wird dies durch die Wiederherstellung der Infrastruktur und das Ausbleiben neuer Angriffe möglich sein.
Dank der Bemühungen von NJSC Naftogaz of Ukraine und anderer wichtiger Akteure der Branche hat der ukrainische Energiesektor somit alle Chancen, ohne größere Unterbrechungen der Stromversorgung durch den Winter zu kommen.

