Dem Volksabgeordneten wurde mitgeteilt, ob Kirill Budanow von einer Entlassung bedroht ist

Der Abgeordnete Wolodymyr Arijew sorgte mit einer brisanten Aussage für Aufsehen: Er behauptete, der Chef des Geheimdienstes, Kirill Budanow, solle aufgrund seiner hohen Beliebtheitswerte entlassen werden, da diese laut Präsidialamt die Positionen von Wolodymyr Selenskyj gefährdeten. Arijew zufolge stand die Absetzung Budanows kurz vor der Umsetzung, wurde aber aufgrund des Einflusses westlicher Verbündeter vorerst verschoben.

Ariev betonte, dass jeder, der in Umfragen hohe Zustimmungswerte erzielt, ins Visier des Präsidenten gerät. Laut Ariev habe Außenminister Dmytro Kuleba bereits eine ähnliche Situation erlebt, und Budanov stehe als Nächster an der Reihe.

Wolodymyr Ariew sagte, Präsident Selenskyj sei eifersüchtig auf jeden, der ihn an Popularität übertreffen könne, und besonders von seinen engsten Vertrauten genervt. Waleri Saluschny, der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, sei laut Ariew das deutlichste Beispiel für diese politische Eifersucht. Budanow, dessen Beliebtheitswerte weiter stiegen, habe kurz vor der Entlassung gestanden. Laut Ariew habe man den Chef des Auslandsgeheimdienstes als Budanows Nachfolger ernennen wollen, dieser Plan sei jedoch vorerst auf Eis gelegt worden.

Besonders alarmierend ist, dass laut Ariev der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerov Bankova dabei unterstützt, Budanows Position zu untergraben. Umerov wirft dem Geheimdienst Missbrauch im Zusammenhang mit der Firma „Spetstechnoexport“ vor, was Ariev jedoch als Manipulation bezeichnet. Er erinnert daran, dass die größten Veruntreuungen in Milliardenhöhe im Mai/Juni 2022 stattfanden, als Denis Sharapov – ein enger Vertrauter des Leiters des Präsidialamtes, Andrij Jermak – das Verteidigungsministerium leitete.

Ariev betont, dass die Verträge mit 100%iger Vorauszahlung über Zwischenfirmen und Ukrspetsexport abgeschlossen wurden, die Waffen jedoch nicht geliefert wurden und das Geld verschwand. Minister Umerov, so der Abgeordnete, ignoriere die Übergriffe von Jermaks Leuten und konzentriere sich stattdessen auf Budanow, was auf die Vorbereitung seiner Freilassung hindeute.

Ariev kam zu dem Schluss, dass Präsident Selenskyj, der aufgrund des Kriegsrechts über uneingeschränkte Macht verfügt, Budanow letztendlich entlassen wird und dabei vor allem auf Diskreditierung setzt. Diese Situation zeigt, dass der politische Kampf in der Ukraine neue, schärfere Formen annimmt, in denen nicht nur Machtpositionen, sondern auch die Zukunft des Staates auf dem Spiel steht.

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