Im Jahr 2025 traten in der Ukraine Änderungen bei der Militärabgabe in Kraft. Diese beträgt nun 5 % statt der bisherigen 1,5 %. Diese Entscheidung, die vor dem Hintergrund der Verlängerung des Kriegsrechts getroffen wurde, dient der Deckung der Verteidigungskosten und der Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte. Die neuen Sätze gelten bis zum Ende des Kriegsrechts; danach soll die Abgabe wieder auf ihr vorheriges Niveau zurückkehren.
Wer wird den Wehrdienst leisten und wie?
Die Wehrpflicht wird mittlerweile auf verschiedene Einkommensarten erhoben, darunter:
- Gehalt : sowohl Grundgehalt als auch Zusatzleistungen, einschließlich Boni, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und sonstiger Vergünstigungen.
- Einkünfte aus dem Verkauf von Immobilien oder beweglichen Sachen, sofern es sich nicht um die erste Transaktion im Jahr handelt.
- Immobilienmieten , Lizenzgebühren , Dividenden und Bankzinsen .
- Lizenzgebühren und Erbschaften (ausgenommen solche, die von nahen Verwandten stammen).
Für Einzelunternehmer hängt der Tarif von der gewählten Gruppe ab:
- Die erste, zweite und vierte Gruppe zahlen 10% des Mindestlohns.
- Die dritte Gruppe – 1 % des Einkommens.
Was hat sich bei Immobilientransaktionen geändert?
Bislang waren Verkäufe der ersten Wohnung oder des ersten Autos innerhalb eines Jahres steuerfrei. Nach Einführung der neuen Steuersätze fällt nun beim Verkauf der zweiten Wohnung oder des zweiten Autos im selben Jahr eine Militärsteuer von 5 % an. Beim dritten Verkauf werden zusätzlich 18 % Einkommensteuer und 5 % Militärsteuer fällig. Dies gilt auch für den Verkauf von Ausrüstung, einschließlich Lkw, Bussen und Spezialfahrzeugen.
Was ist nicht steuerpflichtig?
Mutterschaftsleistungen, Zuschüsse, Unterhaltszahlungen, Geschäftsreisen und kleinere Geschenke sind von der Militärabgabe befreit. Militärangehörige und Polizeibeamte zahlen diese Steuer nicht auf ihr Gehalt, wohl aber auf Einkünfte aus der Vermietung oder dem Verkauf von Immobilien.
Experten gehen davon aus, dass die Erhöhung der Militärabgabe den Mietmarkt erheblich beeinflussen könnte, insbesondere in Regionen, in denen die Mietpreise an den Dollar gekoppelt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Teil des Mietmarktes in den Schattenmarkt abwandert, um Steuern zu vermeiden. Dies könnte zu einem Rückgang der legalen Mieteinnahmen und damit zu Verlusten für den Staatshaushalt führen.
Die Erhöhung der Militärabgabe stellt für viele Ukrainer eine zusätzliche finanzielle Belastung dar, trägt aber gleichzeitig dazu bei, die notwendigen Staatseinnahmen für die Verteidigung des Landes im Kriegsfall zu generieren. Wichtig ist jedoch, dass das System ordnungsgemäß konfiguriert ist und nicht zu einem Anstieg inoffizieller Zahlungen oder Steuerhinterziehung führt.

