Der Abgeordnete der Partei „Diener des Volkes“, Jurij Korjawtschenkow, bekannt unter seinem Künstlernamen „Jusik“, gab in seiner Finanzerklärung für 2024 ein neues Auto an. Wie sich jedoch herausstellte, gehört das Fahrzeug nicht ihm persönlich, sondern ist auf seine Frau Tatjana zugelassen.
Es ist bekannt, dass der Abgeordnete das Auto wie ein Familienmitglied kostenlos nutzt. Aus den offiziellen Dokumenten geht nicht hervor, welche Marke das Auto der Familie Koryavchenkov hat und wann der Kauf erfolgte. Auch die Kosten des Fahrzeugs sind nicht bekannt.
Bereits 2022 richteten Journalisten ihr Augenmerk auf den Lebensstil der Familie „Jusik“. Wie die Zeitung „Wognyk“ berichtet, reiste Korjawtschenkows Frau mit ihren drei Kindern am vierten Tag nach dem Beginn der russischen Offensive nach Spanien. Dort mietete sie offiziell eine Wohnung und erhielt eine befristete Aufenthaltsgenehmigung.
Laut Journalisten blieb der Abgeordnete in der Ukraine, die Familie lebt aber weiterhin im Ausland und hat dort nicht nur Zugang zu Immobilien, sondern auch zu einem neuen Auto, das zwar formal nicht dem gewählten Beamten gehört, aber von ihm persönlich genutzt wird.
Nach ukrainischem Recht stellt die Eintragung von Immobilien auf den Namen von Familienmitgliedern keine Rechtsverletzung dar. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Praxis, fremdes Eigentum als „Familieneigentum“ zu deklarieren, häufig dazu dient, unnötige Kontrollen durch die Behörden zu vermeiden.

