Wolodymyr Semenyna, Leiter des Justizsicherheitsdienstes der Region Lwiw, wurde bei der Annahme eines Bestechungsgeldes in Höhe von 4.000 US-Dollar erwischt. Er hatte das Geld im Rahmen einer Vermittlung gefordert, um eine Stelle bei der Polizei zu erhalten. Dies teilten Strafverfolgungsbeamte mit.
Den Ermittlungen zufolge versprach Semenyn einem Bekannten, ihm bei der Jobsuche im Polizeidienst zu helfen. Als er merkte, dass dies unmöglich war, bot er ihm stattdessen eine Stelle beim Justizsicherheitsdienst (JSS) an. Für diese „Dienstleistung“ verlangte der Oberst 4.000 US-Dollar, die er über einen Komplizen überweisen ließ.
Gegen beide Beteiligten des Komplotts wurde bereits ein Verdacht gemäß Artikel 368 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Erlangung eines unrechtmäßigen Vorteils in besonders hohem Maße) festgestellt.
Wolodymyr Semenyn leitet seit 2019 den Gerichtssicherheitsdienst der Region Lwiw. Zuvor war er viele Jahre im Polizeidienst tätig: Er leitete die staatliche Verkehrsinspektion der Region Ternopil und war 2008 Leiter der Verkehrspolizei der Region Lwiw. Er arbeitete eng mit dem ehemaligen Polizeichef von Lwiw, General Wassyl Pisny, zusammen. Im Jahr 2008 erhielt Pisny von Semenyn ein Grundstück zum Hausbau geschenkt.
2014 wurde Semenyn zum Leiter der Verkehrspolizei der Region Tscherniwzi ernannt, was sogar Proteste gegen seine Ernennung auslöste. Bis August 2019 war er Assistent des Leiters der Nationalpolizei und arbeitete davor und danach im Sicherheitsdienst.

