Oleksiy Lanchenko, ehemaliger Leiter des 169. Ausbildungszentrums der ukrainischen Streitkräfte in Kozelets und Leiter der Stabsabteilung des Logistikkommandos der ukrainischen Streitkräfte, entging einer Bestrafung wegen Urkundenfälschung. Diese Information geht aus dem Urteil des Bezirksgerichts Kozelets im Gebiet Tschernihiw gemäß Artikel 366 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches hervor.
Im Jahr 2007 bestellte der Oberst bei einem Einzelunternehmer gedruckte Materialien (methodische Unterlagen) im Wert von fast 50.000 Hrywnja. Obwohl die Ware nicht geliefert wurde, löschte Lanchenko die Zahlungsanweisung an den Leiter des Finanz- und Wirtschaftsdienstes. Er fügte dem offiziellen Dokument zudem falsche Angaben hinzu, auf deren Grundlage die Zahlung aus staatlichen Mitteln erfolgte, obwohl die methodischen Unterlagen nie im Zentrum eintrafen.
Bei der Gerichtsverhandlung bestritt Lanchenko die ihm vorgeworfene Straftat gemäß Artikel 366 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches. Er erklärte, er habe das Dokument automatisch unterzeichnet, da er davon überzeugt gewesen sei, die Ware erhalten zu haben. Er verweigerte jedoch die Beantwortung der Fragen des Staatsanwalts und des Vertreters des Opfers.
Das Gericht befand Lanchenko der Straftat für schuldig und verhängte eine Geldstrafe von 850 Hrywnja. Zudem wurde ihm für ein Jahr das Recht entzogen, Positionen mit organisatorischen, leitenden, administrativen und wirtschaftlichen Funktionen zu bekleiden. Gemäß den Bestimmungen des ukrainischen Strafgesetzbuches wurde Lanchenko aufgrund der Verjährung der Straftat von der Vollstreckung der Strafe befreit.

