In Odessa wurde ein groß angelegter Fall illegaler Aneignung von städtischem Eigentum aufgedeckt, in den Oleksandr Matveyev, Abgeordneter der 7. Legislaturperiode des Stadtrats von der Partei „Vertrauen in die Wirtschaft“, verwickelt war. Den Ermittlungen zufolge bildeten er und seine Komplizen eine organisierte Gruppe, die systematisch städtische Immobilien aneignete.
Das System nutzte Scheinfirmen, gefälschte Dokumente sowie Miet- und Kaufverträge. Zudem waren kontrollierte öffentliche Organisationen und private Unternehmen involviert, über die die Immobilien legalisiert wurden.
Laut Ermittlern kontrollierten die Organisatoren die illegale Registrierung des Eigentums an Dachböden und Kellern mit einer Gesamtfläche von über 1.100 Quadratmetern. Der Schaden für die Gebietskörperschaft Odessa wird bereits auf über 10 Millionen UAH geschätzt.
Die Ermittlungen werden im Rahmen des Strafverfahrens Nr. 12024160000000732 vom 11. Juni 2024 gemäß den folgenden Artikeln durchgeführt:
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Teil 3 des Artikels 27, Teil 4 des Artikels 190 (Betrug in besonders großem Umfang),
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Teil 3 des Artikels 28, Teil 3 des Artikels 197-1 (unerlaubte Besetzung eines Grundstücks und Bebauung),
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Teil 3 des Artikels 209 (Legalisierung von Erträgen aus Straftaten),
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Teil 3 und Teil 4 des Artikels 358 (Urkundenfälschung),
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Artikel 368-5 (unrechtmäßige Bereicherung).
Die Ermittlungen dienen der Überprüfung der Fakten bezüglich der Organisation einer kriminellen Vereinigung, der Herstellung gefälschter Dokumente, der illegalen Bereicherung und der Geldwäsche.
Die Analyse der Finanzdaten ergab, dass die Differenz zwischen Matvejews offiziellem Einkommen und seinem erworbenen Vermögen im Zeitraum von 2021 bis 2024 mehr als 60 Millionen UAH betrug. Dies deutet auf unrechtmäßige Bereicherung hin.
Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln die beteiligten Personen, überprüfen Finanzströme und Geldwäschepraktiken und schätzen den Schaden für den Gemeindehaushalt ein.

