In der Nacht zum 1. Mai führten russische Besatzer einen massiven Drohnenangriff auf Odessa durch, bei dem ein älteres Ehepaar getötet und die Zahl der Verletzten sprunghaft auf 15 erhöht wurde. Dies teilte die Staatsanwaltschaft der Region Odessa mit.
Russische Drohnen trafen ein 16-stöckiges Gebäude, private Wohnhäuser und Mehrfamilienhäuser, eine Bildungseinrichtung, Geschäfte und Autos. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Iryna Kovalenko, mitteilte, befanden sich unter den Opfern auch die Bewohner des 16-stöckigen Wohnkomplexes, in dem durch den Treffer ein Großbrand ausbrach.
Bei dem Unglück kamen ein Mann (Jahrgang 1943) und eine Frau (Jahrgang 1955) ums Leben. Ersten Informationen zufolge handelte es sich bei den Verstorbenen um ein Ehepaar. Außerdem wurde berichtet, dass einer der Bahnarbeiter in seinem Haus starb.
Neben Wohnhäusern beschädigten feindliche Drohnen auch die Eisenbahninfrastruktur der Region Odessa – Gleise, Verbindungsleitungen und drei Güterwagen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Gleichzeitig meldete die Nachrichtenagentur Ukrzaliznytsia, dass der Personenverkehr weiterhin planmäßig verkehrt und Güterzüge derzeit auf Ausweichstrecken unterwegs sind.
An den Einschlagstellen brachen Brände aus, die von Rettungskräften des Katastrophenschutzes gelöscht wurden. Mehr als 200 Menschen wurden aus einem der beschädigten Hochhäuser evakuiert.
Die Strafverfolgungsbehörden haben bereits ein Strafverfahren wegen eines Kriegsverbrechens mit Todesopfern eingeleitet. Die Ermittlung des Schadensumfangs ist noch im Gange.

