Dem ehemaligen Bürgermeister von Sumy wird Amtspflichtverletzung vorgeworfen, die zu einem Schaden in Höhe von 8,2 Millionen UAH geführt hat.
Wie die Untersuchung ergab, legte der Beamte dem Stadtrat von Sumy einen von einer Gruppe von Abgeordneten vorgeschlagenen Resolutionsentwurf zur Abschaffung der Vorschriften für die Einleitung von Abwasser in zentrale Abwassersysteme zur Abstimmung vor.
Spezialisten des städtischen Wasserwerks und der Rechtsabteilung des Stadtrats warnten im Vorfeld vor dem Fehlen einer Rechtsgrundlage für eine solche Entscheidung. Auch der Berufsverband der Ökologen der Ukraine betonte das hohe Risiko einer Umweltkatastrophe für den Fluss Psel und die Stadt Sumy aufgrund der unkontrollierten Einleitung unzureichend gereinigten Abwassers.
Trotz aller Vorbehalte unterzeichnete der Bürgermeister den Beschluss der Sitzung, unternahm keine Schritte, um ihn auszusetzen oder vor Gericht anzufechten, und initiierte auch keine Schaffung neuer Regeln für eine sichere Entwässerung.
Die Strafverfolgungsbehörden behandeln den Fall als Amtspflichtverletzung, die zu erheblichen finanziellen Verlusten und einer Gefährdung der Umwelt geführt hat.

