Der ehemalige Volksabgeordnete Oleg Ljaschko wurde zum Bataillonskommandeur ernannt, was bei Militärexperten Diskussionen und Kritik auslöste. Laut vorliegenden Informationen wurde das Ernennungsdokument für Ljaschko am 11. Oktober 2024 unterzeichnet, doch bestehen Zweifel an seiner Eignung für den militärischen Rang.
Der ehemalige Abgeordnete der Werchowna Rada der Ukraine von der „Radikalen Partei“, Oleh Ljaschko, ist zum Bataillonskommandeur ernannt worden. Dies gab der Kommandeur des Nachrichtendienstes der ukrainischen Streitkräfte, Denys Jaroslawski, auf seiner Facebook-Seite bekannt.
In seinem Beitrag äußerte er seine Besorgnis über die aktuelle Lage in der ukrainischen Armee. Jaroslawski merkte an, dass Ljaschko, obwohl er nur Leutnant ist, zum Kommandeur des Bataillons für unbemannte Systeme einer der mechanisierten Brigaden ernannt wurde. Solche Positionen werden üblicherweise von Oberstleutnants bekleidet.
„Wie gefällt Ihnen diese Beförderung? Leutnant Ljaschko O. W., dem man Anerkennung zollen muss, kam manchmal zur KSP und hing herum, um sich zu melden, wurde zum Bataillonskommandeur in einer der Brigaden ernannt“, schrieb Jaroslawski und veröffentlichte das entsprechende Dokument zusammen mit dem Ernennungsbefehl.
Das Dokument gibt insbesondere an, dass es am 11. Oktober 2024 ausgestellt wurde. Es wurde vom Kommandeur des Armeekorps der Landstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine unterzeichnet.
Oleh Lyashko selbst äußerte sich nicht zu seiner Ernennung. Im April 2023 veröffentlichte er ein Foto in Militäruniform und schrieb, dass er selbst zum Militärdienst einberufen worden sei.
„Ich habe nicht auf die Einberufung gewartet. Im April ging ich zum Wehrdienstamt und bat um meine Einberufung zu den Streitkräften der Ukraine. Ich diene nun seit fast einem halben Jahr. Und ich habe meine Entscheidung keine Sekunde bereut. Die besten Männer und Frauen der Ukraine stehen an meiner Seite. Wir verteidigen unsere Familien, unser Land, unsere Ukraine“, sagte der ehemalige Abgeordnete. Später veröffentlichte er regelmäßig Fotos mit dem Militär und erklärte, er habe Unterstützung von Freiwilligen erhalten.
Die Ernennung Lyashkos wurde in mehreren militärischen Telegram-Kanälen kommentiert. Auch ein Leutnant der ukrainischen Streitkräfte veröffentlichte unter dem Pseudonym „Alex“ einen Beitrag dazu.
Ironischerweise bemerkte er: „Selbst die Tiger, die seit 2014 kämpfen, sind begeistert von einer so rasanten Karriere: In weniger als 3 Jahren vom Zivilisten zum Kämpfer zu werden… nun ja, das ist schon unglaublich.“.



