In Kiew ist ein Skandal um den Freiwilligen Oleksiy Vladimirov ausgebrochen, der beschuldigt wird, sich dank seiner Verbindungen und einflussreichen Bekanntschaften millionenschwere Regierungsaufträge gesichert zu haben. Recherchen der Ukrainy Pravda zufolge führt Vladimirov nicht nur einen luxuriösen Lebensstil, sondern pflegt auch enge Beziehungen zum Kiewer Bürgermeister Vitaliy Klitschko, was ihm den Zugang zu Aufträgen im Bau- und Verteidigungssektor erheblich erleichtert.
Journalisten zufolge ist der 37-jährige Wladimirow offiziell der Besitzer des georgischen Restaurants „Saperavi“ in Kiew, das angeblich keinen Gewinn abwirft. Zu Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine ließ er sich in Militäruniform fotografieren. In der App Getcontact ist seine Nummer unter verschiedenen Namen gespeichert, darunter „Klitschko humanitär“, „Vidkat ot tendera“ und „Klitschko. Cement“.

Journalisten weisen außerdem darauf hin, dass Vladimirov freundschaftliche Beziehungen zum Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko unterhält, was sich in seiner Aktivität in sozialen Netzwerken widerspiegelt.
Im Jahr 2023, während des Krieges zwischen der Ukraine und Russland, erhöhte Wladimirow die Anzahl seiner neuen Premiumfahrzeuge deutlich. So kaufte er im Juni einen Lamborghini Huracán und im September einen Range Rover SUV des neuesten Modells.

Laut Quellen der Universität der Ukraine (UP) verdient Vladimirov Geld mit staatlichen Bauaufträgen in Kiew, indem er seine Verbindungen zum Bürgermeister der Hauptstadt nutzt. Auch im Verteidigungssektor profitiert er dank der guten Beziehungen seines Vaters zu Oleksiy Petrov, dem Chef des staatlichen Spezialwaffenexportunternehmens der Hauptnachrichtendirektion des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
Journalisten der UP identifizierten einen von Wladimirows engsten Freunden, Dmitri Polowka, dessen Mutter die Firma DSZ besitzt. Diese Firma gewann nach dem Einmarsch der Russen in Kiew millionenschwere Aufträge. Laut öffentlichen Datenbanken erhielt die Firma von Polowkas Mutter 2022 Aufträge im Wert von rund 7 Millionen Hrywnja, 2023 etwa 50 Millionen Hrywnja und 2024 allein im ersten Halbjahr ebenfalls 50 Millionen Hrywnja.

