Kürzlich entbrannte online eine hitzige Diskussion über Wolodymyr Lokotko, den Ehemann der bekannten ukrainischen Moderatorin Olga Freimut, nachdem Informationen über seine russische Staatsbürgerschaft bekannt wurden. Freimut äußerte sich erstmals zu diesen Vorwürfen und den gegen ihren Mann verhängten Sanktionen.
In einem Kommentar für die Publikation TabloID bestätigte Olga Freimut, dass ihr Ehemann, Wolodymyr Lokotko, tatsächlich einen russischen Pass besaß. Sie erklärte, Lokotko sei 2006 nach seinem Umzug von Russland in die Ukraine gezogen und habe dort seinen Wohnsitz genommen. Die Moderatorin merkte außerdem an, dass Lokotko 2018 als hochrangiger Manager der ukrainischen Medienbranche von Russland persönlich mit Sanktionen belegt worden sei, diese jedoch 2019 wieder aufgehoben wurden.
„Mein Mann war tatsächlich russischer Staatsbürger. Er wurde in Kasachstan geboren, studierte in Russland und zog dann in die Ukraine. Seit 2006 lebt, arbeitet und wohnt er in der Ukraine. Außerdem unterliegt er seit 2018 als leitender Angestellter der ukrainischen Medienbranche persönlichen Sanktionen Russlands“, sagte Freimut.
Laut der Moderatorin ist Wolodymyr nun kasachischer Staatsbürger. Olga Freimut berichtete, dass er bereits vor Beginn der Invasion einen ukrainischen Pass beantragt hatte, das Verfahren sich jedoch kriegsbedingt verzögerte. Freimut betonte, dass die Ukraine keine Sanktionen gegen Lokotko verhängt habe, da er seinen Wohnsitz in der Ukraine habe.
„Wir wissen, dass die Ukraine während des Krieges Russen ihre Wohnungen wegnimmt, aber mein Mann Wolodja ist ukrainischer Staatsbürger. Laut Gesetz verhängt die Ukraine keine Sanktionen gegen ukrainische Staatsbürger. Wolodja ist jetzt kasachischer Staatsbürger. Wir müssen irgendwie in der Ukraine leben. Wolodja hat natürlich einen kasachischen Pass. Er hat vor Kriegsbeginn die ukrainische Staatsbürgerschaft beantragt, aber dann brach der Krieg aus. Und seitdem warten wir auf eine Entscheidung“, erklärte der Gastgeber.
Olga Freimut hatte zuvor erklärt, Opfer von Betrügern geworden zu sein. Die Moderatorin verlor ihre Wohnung im Zentrum von Kiew, die sie vor vielen Jahren gekauft hatte. Der Bauträger hatte die Bauarbeiten eingestellt und weigert sich, das Geld zurückzuzahlen. Freimut wandte sich mit einem Video-Appell an das Bauunternehmen und dessen Inhaber, Andriy Vavrish.
Vavrish stellte seinerseits klar, dass seine Mandantin nicht Freimut, sondern ihr Ehemann sei. Er gab außerdem an, dass Lokotko russischer Staatsbürger sei, was in den sozialen Medien heftige Diskussionen und negative Reaktionen gegenüber der Moderatorin auslöste. Der Firmeninhaber warf Freimut vor, angeblich versucht zu haben, an Gelder zu gelangen, ohne in der Ukraine zu leben, und versicherte, dass die Bauarbeiten nicht eingestellt worden seien.

