Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Aussage des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zu den Vereinbarungen über eine vorübergehende Einstellung des Beschusses ukrainischer Städte und Energieinfrastrukturanlagen bestätigt. Die Frage des sogenannten „Energiewaffenstillstands“ wurde im Rahmen internationaler Verhandlungen zwischen der Ukraine, den USA und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten erörtert.
In seiner Nachricht im sozialen Netzwerk X betonte Selenskyj, er erwarte von den USA die Gewährleistung eines tatsächlichen Stopps der Angriffe auf Energieanlagen und merkte an: Die Wirksamkeit der Abkommen könne nur anhand der tatsächlichen Lage vor Ort beurteilt werden. „Energie ist die Grundlage des Lebens, und wir schätzen die Bemühungen unserer Partner, uns beim Schutz des Lebens zu unterstützen. Wir erwarten, dass die Abkommen umgesetzt werden. Deeskalationsschritte tragen zu einer echten Bewegung hin zu einem Ende des Krieges bei“, schrieb das Staatsoberhaupt.
Am 29. Januar erklärte Donald Trump, er habe den russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich gebeten, die Bombardierung von Kiew und anderen ukrainischen Städten aufgrund ungewöhnlich niedriger Temperaturen vorübergehend einzustellen. Laut Trump handelte es sich um eine Woche, in der Angriffe auf Städte besonders gefährlich für Zivilisten und die kritische Infrastruktur wären.
Die Gespräche in Abu Dhabi waren der erste ernsthafte Versuch, eine vorübergehende Waffenruhe in Bezug auf Energieanlagen zu erörtern. Die amerikanische Seite schlug vor, dass sich die Ukraine und Russland auf einen gegenseitigen Verzicht auf Angriffe auf Energieinfrastruktur einigen sollten – als Zeichen des guten Willens und als Schritt zur Deeskalation inmitten der schwierigen Friedensgespräche.
Ukrainische Vertreter betonten, dass Kiew bereit sei, sich an solchen Initiativen zu beteiligen, auch wenn diese nur vorübergehend seien. Das nächste Treffen der Verhandlungsteams der Ukraine, der USA und Russlands könnte bereits am 1. Februar stattfinden. Dort werden die Gespräche über Sicherheitsfragen und den Schutz der Energieinfrastruktur fortgesetzt.

