Die Exportkreditagentur (ECA) hat ihren ersten Antrag auf Versicherung von Investitionen eines ukrainischen Unternehmens gegen Kriegsrisiken erhalten und bearbeitet diesen derzeit aktiv, wie ECA-Vorsitzender Ruslan Hashev bekannt gab.
„Die wichtigste Neuerung dieses Jahres war die Initiative zur Versicherung gegen militärische und politische Risiken. Wir haben diese Produkte bereits eingeführt und bieten sie potenziellen Kunden an. Wir haben sogar den ersten Antrag eines ukrainischen Unternehmens auf eine Investitionsversicherung erhalten, den wir derzeit bearbeiten“, sagte Hashev.
Seinen Angaben zufolge hat die Agentur auch mehrere andere ähnliche Anträge erhalten.
„Wir sind bereit, im Rahmen dieses Programms sowohl mit ukrainischen als auch mit ausländischen Investoren zusammenzuarbeiten. Wir bieten bereits Beratungen zu diesen Produkten an. Wir sehen einige Aspekte, die für eine erfolgreiche Umsetzung Aufmerksamkeit erfordern, und erarbeiten Vorschläge für Änderungen der regulatorischen Dokumente, um den Zugang für ukrainische und ausländische Investoren sowie für ukrainische Banken, die Finanzierungen für Investitionsprojekte im Zusammenhang mit Kriegsrisiken bereitstellen, zu erleichtern“, fügte er hinzu.
Gashev erklärte außerdem, dass militärische Risiken unter anderem Drohnen- oder Raketenangriffe auf ein Unternehmen umfassen, die Produktionsanlagen beschädigen und den Betrieb vorübergehend lahmlegen könnten. Er wies auch auf politische Risiken hin, wie beispielsweise den Entzug von Betriebslizenzen, was zur Einstellung des Geschäftsbetriebs führen könnte.
Die 2018 gegründete ECA hat sich zum Ziel gesetzt, ukrainische Exporteure vor Insolvenzrisiken und finanziellen Verlusten zu schützen. Die Agentur ist ein staatliches Unternehmen, dessen Gründer und Anteilseigner das Ministerkabinett der Ukraine ist.
Die Regierung genehmigte am 9. April 2024 die Liste der militärischen und politischen Risiken sowie die Bedingungen und das Verfahren für die Versicherung dieser Risiken durch die ECA.

