Infolge massiven Beschusses in den vergangenen 24 Stunden wurde ein wichtiger Energieknotenpunkt in Cherson zerstört. Dies teilte der Leiter der Chersoner OVA, Oleksandr Prokudin, mit.
Er sagte, russische Streitkräfte würden kritische Infrastruktur mit Artillerie und Kamikaze-Drohnen ununterbrochen angreifen. Eine der Folgen sei eine schwere Beschädigung des Stromversorgungssystems, die in mindestens einigen Stadtteilen einen vollständigen Stromausfall befürchten lasse.
„Dies ist nicht nur eine schwierige technische Aufgabe für unsere Energiearbeiter, sondern auch eine echte Bedrohung für die gesamte Gemeinschaft“, bemerkte Prokudin in Telegram.
Die Teams der Energieversorger arbeiten mit Hochdruck daran, die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen. Aufgrund des Ausmaßes der Schäden sind jedoch in den kommenden Tagen unangekündigte Stromausfälle möglich.
Die Stadt hat bereits einen schwierigen Winter 2022/23 mit regelmäßigen Stromausfällen erlebt, und nun droht sich die Situation zu wiederholen.
Nach dem Abzug der russischen Truppen vom rechten Dneprufer ist Cherson weiterhin täglichem Beschuss ausgesetzt. Besonders häufig werden kritische Infrastruktureinrichtungen, Energie-, Logistik- und medizinische Einrichtungen getroffen.
Experten betonen, dass Schäden an Energieanlagen in den an vorderster Front gelegenen Städten langfristige Folgen haben können, da die Wiederherstellung unter den Bedingungen ständiger Bedrohung erschwert wird.

