Anfang Mai 2025 gab es in der Ukraine über 1,29 Millionen Einzelunternehmer mit Steuerschulden. Die Gesamtsumme der Schulden belief sich auf über 13 Milliarden Hrywnja. Diese Daten stammen vom Staatlichen Steuerdienst und der Analyseplattform Opendatabot .
Laut Analysen hat sich die Zahl der Schuldner seit Beginn des umfassenden Krieges fast verdoppelt – von 670.000 im Februar 2022 auf über 1,29 Millionen im Mai 2025. Den größten Anstieg verzeichnete man im März 2022 – damals kamen monatlich mehr als 213.000 neue Schuldner hinzu, was einem Drittel des Gesamtanstiegs entspricht.
Das erste Jahr des umfassenden Insolvenzkrieges erwies sich als das schwierigste: Die Zahl der verschuldeten Einzelunternehmer stieg jährlich um 60 %. Bereits 2023 ging die Wachstumsrate deutlich zurück – auf nur noch 4 %. Doch 2024 verschlechterte sich die Lage erneut, und die Zahl der Neuschuldner stieg um weitere 16 %.
Im Zeitraum Januar bis Mai 2025 stieg die Zahl der Schuldner um weitere 42.000 bzw. 3,3 %, doch in den Folgemonaten war ein Trend zur Schuldenrückzahlung erkennbar. Anfang Mai betrug der Anstieg lediglich 2 % bzw. 24.275 Unternehmer.
Auch in monetären Zahlen haben sich die Steuerschulden einzelner Unternehmer deutlich erhöht – um fast 6 Milliarden Hrywnja seit Beginn des umfassenden Krieges.
Experten führen diese Entwicklungen auf wirtschaftliche Instabilität, einen Rückgang der Geschäftstätigkeit und steuerpolitische Änderungen während des Krieges zurück. Gleichzeitig passten sich die Einzelunternehmer den neuen Gegebenheiten an und begannen nach und nach wieder Steuern zu zahlen.

