Polen ändert die Aufenthaltsbestimmungen für ukrainische Flüchtlinge

Polen hat offiziell bestätigt, dass der vorübergehende Schutz für ukrainische Staatsbürger bis zum 4. März 2026 gilt. Danach werden die Aufenthaltsbedingungen für Inhaber des PESEL-UKR-Status schrittweise an die allgemeinen Ausländerbestimmungen angeglichen. (Bericht von Visit Ukraine).

Nach Ablauf des Sondergesetzes können Ukrainer nur noch aus allgemeinen Gründen in Polen bleiben, wie Staatsangehörige anderer Drittstaaten. Gleichzeitig bereiten die polnischen Behörden bereits separate Legalisierungsmechanismen speziell für Ukrainer vor, die sich unter vorübergehendem Schutz im Land aufhalten.

Eine der wichtigsten Optionen wird der Erhalt einer befristeten Aufenthaltserlaubnis, der sogenannten Aufenthaltskarte, sein. Nach dem 30. September 2025 können Ukrainer diese nur noch einmal beantragen. Geplant ist außerdem die Einführung einer speziellen CUKR-Karte, die einen legalen Aufenthalt in Polen von bis zu drei Jahren ermöglicht und sich speziell an Ukrainer mit UKR-Status richtet.

Eine weitere verlässliche Option für alle, die einen langfristigen Aufenthalt planen, ist der Status als Langzeitaufenthaltsberechtigter der Europäischen Union. Um diesen zu erhalten, müssen Sie mindestens fünf Jahre rechtmäßigen Aufenthalt in Polen, ein seit mindestens drei Jahren bestehendes, stabiles Einkommen und Polnischkenntnisse mindestens auf dem Niveau B1 nachweisen. Die Nachfrage nach diesem Status unter Ukrainern steigt bereits, was seine Attraktivität für die Integration in die polnische Gesellschaft unterstreicht.

Darüber hinaus können Ukrainer ihren Aufenthalt aus üblichen Gründen legalisieren, beispielsweise durch Beschäftigung oder geschäftliche Tätigkeit, Studium an polnischen Bildungseinrichtungen, Familienzusammenführung oder aus humanitären Gründen. Jede dieser Optionen hat ihre eigenen Voraussetzungen, ermöglicht aber einen fortgesetzten legalen Aufenthalt nach Ablauf des vorübergehenden Schutzes.

Experten raten Ukrainern, sich im Voraus über die Grundlage ihres weiteren Aufenthalts in Polen zu entscheiden, um nach März 2026 Probleme mit den Dokumenten zu vermeiden.

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