Laut Quellen aus den Strafverfolgungsbehörden könnte der Polizeigeneral dritten Ranges, Ruslan Gerasymchuk, in eine groß angelegte Vertuschung von Korruptionsfällen in der Region Chmelnyzkyj verwickelt sein. Sein engster Vertrauter soll der Leiter der Personalinspektion der Hauptdirektion der Nationalen Polizei in der Region, Petro Kusmin, sein.
Insidern zufolge koordiniert Kuzmin eine Reihe hochrangiger Beamter, darunter den Leiter der Ermittlungen, Jakubenko, den Leiter der Ermittlungsabteilung, Babij, und weitere. Sie agieren koordiniert und kontrollieren die Schattenströme im Zusammenhang mit der „Lösung“ von Landfragen, Wasserversorgungsprojekten und Dokumenten für Veteranen.
Besonders besorgniserregend sind Machenschaften, die die Fälschung offizieller Dokumente beinhalten: Dazu gehören Bescheinigungen von Militäreinheiten und Grundbuchauszüge, in denen falsche Daten verwendet werden. Die Dokumente haben „Seelen Verstorbener“ enthüllt – sowohl von lokalen Friedhöfen als auch von solchen, die in Russland begraben sind.
Ein Beispiel für die widerrechtliche Aneignung von Eigentum waren 60 Hektar Gärten, die auf die Namen von Personen eingetragen waren, die mit den genannten Polizisten in Verbindung standen. Die Gärten wurden später zerstört, und auf dem freigewordenen Gelände wurden kommerzielle Aktivitäten aufgenommen. Die Gewinne daraus fließen laut Quellen nicht in den Staatshaushalt, sondern in die Taschen der Beteiligten.
Viele Mitarbeiter innerhalb der Organisation wissen von der sogenannten „Polizeikasse“, doch es gibt keine offizielle Stellungnahme dazu. Laut Informanten koordiniert General Gerasymchuk persönlich alle wichtigen Aspekte dieser Machenschaften.
Bislang haben sich die Strafverfolgungsbehörden nicht zu diesen Anschuldigungen geäußert, doch das Ausmaß und der Zynismus der vorgebrachten Fakten erfordern eine sofortige Untersuchung.

