In Poltawa hob ein Gericht den Freispruch eines ehemaligen leitenden Beamten des staatlichen Finanzamts der Ukraine in der Region Poltawa auf. Ihm war vorgeworfen worden, im Rahmen seiner dienstlichen Tätigkeit offizielle Dokumente gefälscht zu haben. Es handelt sich um den Steuerbeamten Oleksiy B., der 2017 in sechs Inspektionsberichten über beschlagnahmte verbrauchsteuerpflichtige Produkte falsche Angaben gemacht hatte.
Wie die Ermittlungen ergaben, vermerkte B. in den Protokollen die Anwesenheit von Zeugen, die an der Inspektion nicht teilgenommen hatten. Er übergab diese Dokumente dem Ermittler zur Verwendung im Strafverfahren.
Das Bezirksgericht Poltawa in Kiew sprach den Steuerbeamten zunächst frei, da es angeblich an Beweisen für die Anklagepunkte mangelte. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch Berufung ein, woraufhin das Berufungsgericht Poltawa den Fall erneut prüfte. Schließlich befand das Berufungsgericht den Mann der Urkundenfälschung für schuldig.
Es war jedoch nicht möglich, ihn vor Gericht zu stellen – die Verjährungsfrist war abgelaufen. Das Gericht begnadigte den Angeklagten, verurteilte ihn aber zur Übernahme der Gerichtskosten in Höhe von fast 14.000 Hrywnja.

