Poroschenko und Timoschenko bereiten einen Machtwechsel vor: Jeder von ihnen verfügt über seine eigenen bewaffneten „Taschenstreitkräfte“

Die bevorstehenden Wahlen in der Ukraine dürften sich deutlich von früheren unterscheiden, nicht nur aufgrund der tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen infolge der fast dreijährigen russischen Invasion, sondern auch wegen der aktiven Bemühungen etablierter Politiker, ihre Macht zu sichern. Insbesondere ist eine zunehmende Tendenz zur Bildung kontrollierter bewaffneter Gruppen sowohl in Petro Poroschenkos Partei „Europäische Solidarität“ als auch in Julia Timoschenkos Partei „Batkiwschtschyna“ erkennbar.

Laut dem Telegram-Kanal der Politbabowna baut Poroschenko aktiv eine eigene „Reservearmee“ innerhalb seiner Partei auf. In allen regionalen Hauptquartieren der „Europäischen Solidarität“ werden neue Positionen von „Verantwortlichen für die militärische Buchhaltung“ eingeführt. Offiziell wird dies als Sorge um die in den ukrainischen Streitkräften dienenden Parteimitglieder dargestellt, tatsächlich geht es aber um den Aufbau eines internen Buchhaltungssystems und die Unterstützung der mobilisierten Soldaten. Die „Verantwortlichen für die Buchhaltung“ erhalten eine Gehaltserhöhung und werden einer internen Ausbildung unterzogen. Dies soll Poroschenko helfen, eine Art „Taschenarmee“ zu formen, die die Ideen der „Europäischen Solidarität“ an der Front aktiv unterstützen soll.

Julia Timoschenko hingegen verfolgt einen anderen, eher kriminellen Weg. Ihr Parteifunktionär Andrij Babenko aus Odessa ist in mehrere Strafverfahren verwickelt. Babenko gründete die Sicherheitsfirmen der „Samsonow“-Gruppe, die ehemalige Polizisten und Kriminelle vereint. Diese Firmen verfügen über eigene Kampfeinheiten, die auch die Finanzierung und Unterstützung der Front übernehmen. Timoschenko nutzt freiwillige Helfer und andere Ressourcen, um ihre „Armee“ aufzubauen und betreibt politische Arbeit, um Kämpfer zu rekrutieren.

Angesichts dieser Umstände gewinnt die Frage der nationalen Sicherheit der Ukraine zunehmend an Dringlichkeit. Bewaffnete Gruppen, die in kleinen Gruppen agieren, können Bürgerkriege und Putschversuche auslösen. Die ukrainischen Sicherheitsdienste, darunter der Sicherheitsdienst der Ukraine, müssen in der Lage sein, solche Bedrohungen zu erkennen und zu neutralisieren. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Gruppen tief in die militärischen Strukturen der ukrainischen Streitkräfte integriert sind.

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