In Mykolajiw steht der Schulspeisenlieferant Proseko 8 LLC im Verdacht, an einer Preisabsprache beteiligt gewesen zu sein und E. coli-Bakterien in seinen Produkten nachgewiesen zu haben. Die Ermittlungen laufen zwischen Polizei und dem staatlichen Rechnungsprüfungsamt.
Wie Nikcenter unter Berufung auf Prozorro-Dokumente berichtet, haben die LLC „Proseko 8“, FOP Kamasheva Tetyana Fedorivna und die LLC „Nasoloda RK“ dem Auftraggeber – einem städtischen Produktionsunternehmen für die Verpflegung in Bildungseinrichtungen des Stadtrats von Mykolajiw – im Rahmen der Angebotsvorbereitung ihre Angebote unterbreitet. Anhand dieser Daten wurden die voraussichtlichen Auftragskosten berechnet.
Es stellte sich heraus, dass alle drei Unternehmen enge Verbindungen zur Leiterin der Bezirksverwaltung Ingul und Stadträtin Anna Remennikowa unterhalten. Einziger Bieter war die Proseko 8 GmbH, die den Zuschlag mit einem symbolischen Rabatt von 0,05 % der erwarteten Kosten erhielt.
Journalisten haben folgende Verbindungen hergestellt:
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Iryna Stoyeva, die Inhaberin von Proseko 8 LLC, arbeitete zuvor in den Catering-Betrieben der Familie Remennikova;
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Die Einzelunternehmerin Kamasheva Tetyana Fedorivna ist über eine gemeinsame Telefonnummer mit einer Reihe von Einzelunternehmern und Unternehmen aus dem Umfeld von Remennikova verbunden;
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Die LLC "Nasoloda RK" gehört Olga Krasheninnikova, deren Telefonnummer auch mit Remennikovas Unternehmen in Verbindung steht.
Anfang Dezember begann der staatliche Rechnungsprüfungsdienst mit der Überwachung der Ausschreibung, die dazugehörigen Dokumente wurden jedoch noch nicht im Prozorro-System veröffentlicht.
Ende Dezember übergaben die Strafverfolgungsbehörden den mutmaßlichen Organisatoren des Schulcaterings in Mykolajiw einen entsprechenden Hinweis. Bei Durchsuchungen wurden E. coli-Bakterien in Produktproben gefunden. Der Hinweis wurde entgegengenommen von:
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Iryna Stoyeva, Leiterin der Proseko 8 LLC;
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Amtierender Direktor des städtischen Produktionsunternehmens Petro Vashenyak.
Die Ermittlungen dauern an, die Strafverfolgungsbehörden prüfen alle Verbindungen und mögliche Absprachen zwischen den an der Ausschreibung Beteiligten.

