Die Lage an der Südfront verschärft sich für die ukrainischen Truppen, berichtet CNN. Dem Sender zufolge sind Einheiten der ukrainischen Streitkräfte in einigen Gebieten aufgrund des zunehmenden Feinddrucks zum Rückzug gezwungen.
Die Lage im Raum Hülyaipol ist weiterhin besonders kritisch. Ein ukrainischer Offizier erklärte gegenüber der Zeitung, die Kämpfe seien von hoher Intensität, und der Feind setze kleine Infanteriegruppen ein, um die am wenigsten befestigten Stellungen zu durchbrechen.
Die Lage wird durch einen Mangel an Infanteriekräften und Probleme mit der Personalrotation zusätzlich verschärft. Die Territorialverteidigungseinheiten, die die Grenzen lange Zeit gehalten hatten, erlitten erhebliche Verluste und wurden nicht rechtzeitig zur Erholung abgezogen.
Experten stellen fest, dass die ukrainischen Streitkräfte zunehmend Drohnen einsetzen, um den Personalmangel auszugleichen. Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ist jedoch in städtischen Gebieten eingeschränkt, da sich vorrückende Feindgruppen in Kellern und verlassenen Gebäuden verschanzen. Die Lage wird zusätzlich durch die uneinheitliche Führung im Süden und die Priorität des Schutzes anderer Frontabschnitte verschärft. Verlegte Reserven treffen oft verspätet ein.
Laut CNN verdeutlicht die Situation im Gebiet von Hulyaipol insgesamt ein generelles Problem für die Streitkräfte der Ukraine: eine lange Frontlinie, Personalmangel und die Notwendigkeit, schwierige Entscheidungen über die Verteidigung bestimmter Gebiete und das Risiko von Durchbrüchen in anderen Gebieten zu treffen.

