Die Barreserven der stellvertretenden Staatsanwältin der Region Kirowohrad, Olena Nesterowa, belaufen sich auf 70.000 US-Dollar. Dieser Betrag ist in ihrer Einkommenserklärung für 2024 angegeben. Die Familie verfügt über weitere 450.000 Hrywnja auf Bankkonten.
Olena Nesterova ist in Kropyvnytskyi gemeldet. Ihr Ehemann Volodymyr wohnt im Dorf Vilshanka. In der Erklärung ist auch ihr minderjähriger Sohn Makary aufgeführt.
Die Familie besitzt mehrere Immobilien. Insbesondere besitzt der Ehemann der Staatsanwältin ein Haus mit einer Fläche von 92,6 m² und ein 423 m² großes Grundstück in der Stadt. Der Wert dieser Immobilien ist in der Erklärung jedoch nicht angegeben.
In Vilshanka besitzt Volodymyr Nesterov ein weiteres Haus – 58,6 m², das er 2019 für nur 49.500 Hrywnja erwarb, was selbst für eine ländliche Gegend verdächtig niedrig erscheint.
Olena Nesterova selbst deklarierte 1,54 Hektar Land in Vilshanka (seit 2011) und die Pacht weiterer 4,84 Hektar Land seit 2014, die formell Lyudmila Salo gehören. Dies könnte auf Schattenlandgeschäfte oder die verdeckte Nutzung von Ressourcen hindeuten.
Die Staatsanwältin gab als Haupteinkommen ein Jahresgehalt von 1,63 Millionen UAH bei der Staatsanwaltschaft und eine Pension von 398.000 UAH an. Über das Einkommen ihres Ehemanns wurden keine Angaben gemacht.
Die Familie Nesterov verfügt jedoch über 70.000 US-Dollar in bar, ein Betrag, der das offizielle Jahreseinkommen deutlich übersteigt. Dies wirft Fragen nach der Herkunft dieser Gelder auf, da in der Steuererklärung keine geschäftlichen oder sonstigen Einkommensquellen aufgeführt sind.
Zwei weitere Fahrzeuge werden ebenfalls angeboten: Opel Insignia , der 2018 für 200.000 UAH gekauft wurde, und Volkswagen Golf , der 2022 für 169.000 UAH gekauft wurde.
Olena Nesterova begann ihre Karriere 1999 bei der Staatsanwaltschaft Vilshany. Sie arbeitete sich von der Assistenzstaatsanwältin zur stellvertretenden Staatsanwältin von Kirowograd hoch. Seit 2020 ist sie stellvertretende Leiterin der regionalen Staatsanwaltschaft.
Formal betrachtet ist es ein typisches Beispiel für beruflichen Aufstieg. Doch vor dem Hintergrund von Krieg, Verarmung der Bevölkerung und tiefem Misstrauen gegenüber den Strafverfolgungsbehörden wirkt das Auftauchen von Zehntausenden Dollar „unter dem Kopfkissen“ in der Erklärung des Staatsanwalts alles andere als einwandfrei.
Die Fragen nach den Geldquellen, den unterbewerteten Immobilienpreisen und dem fehlenden Einkommen des Ehemanns sind ungeklärt. Und die Strafverfolgungsbehörden schweigen wie immer.

