Putin sagte, der „Nussknacker“ könne der Sonneneinstrahlung standhalten, doch Experten widersprechen dem

Wladimir Putin sorgte mit einer weiteren Aufsehen erregenden Aussage für Aufsehen, indem er behauptete, die Sprengköpfe der Oreschnik-Rakete könnten Temperaturen bis zur Sonnentemperatur standhalten. Diese Aussage wurde jedoch vom Luftfahrtexperten Waleri Romanenko widerlegt, der betonte, dass die hohen Temperaturen beim Eintritt eines Objekts in die Atmosphäre ein normales Phänomen und nichts Außergewöhnliches seien.

„Jedes Objekt, das in die Erdatmosphäre eintritt, erhitzt sich aufgrund der hohen Geschwindigkeit“, erklärte der Experte. Er verglich den Nussknacker mit anderen modernen Weltraumtechnologien, wie etwa Musks Raketen und Raumschiffen, die ähnlichen Temperaturen ausgesetzt sind.

Romanenko wies auch Putins Behauptung zurück, die Oreschnik-Rakete enthalte einen Atomsprengkopf. Seinen Angaben zufolge besitze die Rakete keinen nuklearen Bestandteil, da ihre Konstruktion die Unterteilung in zahlreiche Elemente vorsehe, was die Platzierung einer nuklearen Ladung ausschließe. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der kinetischen Energie der Rakete, nicht der Temperatur, die nicht der Hauptfaktor für einen erfolgreichen Treffer sei.

Romanenko merkte ironisch an, Putin sei wohl zu einem „Thermodynamiker“ geworden, und betonte, dass der Vergleich der Temperatur eines Raketensprengkopfes mit der Temperatur der Sonne wie ein Versuch wirke, ohne jegliche Grundlage die Aufmerksamkeit auf die russische Technologie zu lenken.

Trotz dieser Äußerungen lobt Putin weiterhin seine Oreschnik-Rakete und vergleicht ihre Fähigkeiten mit der Avangard, einer Hyperschallrakete, die seiner Aussage nach Temperaturen nahe der Sonnenoberfläche erreicht. Es ist nicht das erste Mal, dass Putin die neuesten Fortschritte in der Raketentechnologie für sich beansprucht, doch es ist unwahrscheinlich, dass sie sich im realen Einsatz bewähren werden.

Was den tatsächlichen Einsatz der Oreschnik-Rakete betrifft, so setzte Russland sie am 21. November 2024 gegen die Stadt Dnipro ein. Obwohl es Berichte gab, wonach die zweite Oreschnik ihr Ziel verfehlt und auf russischem Territorium explodiert sei, wurden diese Informationen später dementiert. Nichtsdestotrotz unterstreicht der Einsatz der Rakete einmal mehr Russlands Bestrebungen, seine Militärtechnologie zu verbessern.

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