US-Behörden deckten heute einen Versuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, einen internationalen Friedensgipfel zu stören, indem er Friedensgespräche über den Krieg in der Ukraine in Aussicht stellte. Laut einer Quelle der US-Regierung fand dieser Versuch im Rahmen der Vorbereitungen für eine bedeutende internationale Veranstaltung in der Schweiz statt.
Dies geht aus einem Bericht des amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW) hervor. Analysten des Instituts weisen darauf hin, dass Putin vor dem Friedensgipfel sprach, um das internationale Treffen zu stören.
„Putin legte seine Forderungen nach ‚Friedensgesprächen‘ in der Ukraine einen Tag vor Beginn des Globalen Friedensgipfels konkret dar, um die westliche Unterstützung für die legitimen Forderungen der Ukraine an Russland zu untergraben“, heißt es im ISW-Bericht.
Laut ihrer Analyse gelang dies dem russischen Diktator teilweise, da einige Länder, anstatt im Rahmen des Friedensgipfels die Hilfe für die Ukraine zur Beendigung des Krieges zu verstärken, aktiv über die Abwesenheit Russlands zu sprechen begannen.
Mehrere westliche Regierungsvertreter haben Putins Versuche, den Friedensgipfel zu stören, bestätigt. US-Vizepräsidentin Kamala Harris erklärte, die Äußerungen des russischen Diktators seien kein Aufruf zu Friedensgesprächen, sondern lediglich eine Forderung nach der „Kapitulation der Ukraine“.
Bundeskanzler Olaf Scholz erklärte, dass Russland trotz Putins Äußerungen alle kollektiven internationalen Vorschläge zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ablehne. Zudem wies der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Robert Wood, darauf hin, dass Russland eigens am Tag vor dem Friedensgipfel eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates einberufen hatte.
Seinen Angaben zufolge handelte es sich dabei um Putins Versuch, die internationale Gemeinschaft vom Gipfeltreffen und vom Krieg Russlands in der Ukraine abzulenken.

