Mitten im Krieg in der Ukraine, wo viele Bürger mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, sind Roman Maselko, Mitglied des Obersten Justizrates, und seine Angehörigen in einen Skandal um den Kauf von Immobilien mit Geldern unbekannter Herkunft verwickelt. Dies berichtet die Publikation „Recht und Wirtschaft“.
Den Ermittlungen zufolge lieh die Rentnerin Halyna Bozhenko, eine Tante von Roman Maselko, dessen Frau fast 15.000 US-Dollar. Mit diesem Geld wurde eine Zweizimmerwohnung in Kiew im Wert von fast 1,6 Millionen Hrywnja erworben. Die Kreditvergabe der Rentnerin weckte bei Journalisten und der Öffentlichkeit Zweifel und Misstrauen.
Gleichzeitig zeigt die Erklärung, dass Maselkos Ehefrau ihre Dollar-Anzahlung (fast 11.800 Dollar) beim Kauf der Wohnung behielt und dass die verbleibenden offiziellen Familiengelder selbst unter Berücksichtigung des Geldes ihrer Tante nicht ausgereicht hätten, um die Wohnung zu kaufen.
Journalisten fanden außerdem heraus, dass die Tante, deren Rente bei etwa 15.000 UAH liegt, bereits während des Krieges zwei Räumlichkeiten mit einer Fläche von 14,7 bzw. 11,9 m² und zwei Wohnungen mit einer Fläche von 47,2 bzw. 100,1 m² im Wohnkomplex „Eco-dom“ in Lemberg erworben hatte. Laut Experten übersteigt der Gesamtwert dieser Immobilien 150.000 US-Dollar.
Laut Maselkos Erklärung erbte die Tante von ihrem Großvater. Der 85-jährige Großvater besaß tatsächlich 27 Konten bei acht Banken mit einem Guthaben von fast 1,55 Millionen UAH. Dieses gesamte Geld erbte seine Tochter. Wie die Medien jedoch überprüften, konnte er offiziell in den letzten 20 Jahren seines Lebens eine solche Summe nicht verdient haben.
Wie die Zeitung "ZiB" bereits berichtete, wandten sich die Volksabgeordneten Maksym Buzhanskyi und Kyrylo Nesterenko an den Obersten Volksgerichtshof und die Nationale Antikorruptionskommission mit der Bitte, die zweifelhaften Fakten der Erklärung eines Mitglieds des Obersten Volksgerichtshofs zu überprüfen.

