Der Sommerbeginn könnte zu einer Offensive russischer Truppen im Donbass, vor allem in der Region Donezk, führen. Dies gab Kyrylo Budanow, Leiter des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums, bekannt. In einem Interview mit dem deutschen Fernsehsender ARD, das am Sonntag, dem 7. April, ausgestrahlt wurde, erklärte Budanow, die Ukraine erwarte im späten Frühjahr und frühen Sommer dieses Jahres eine Zunahme russischer Offensivaktionen.
„Sie planen, das Konfliktgebiet in Richtung der Stadt Pokrovska, einschließlich Chasovy Yar, auszudehnen“, zitiert der Fernsehsender Budanov auf seiner Webseite.
Laut Budanov ist die Lage an der Front zwar schwierig, aber unter Kontrolle. Gleichzeitig schloss er eine ukrainische Offensive in diesem Jahr nicht aus, wies jedoch darauf hin, dass die Verantwortung hierfür beim Generalstab der ukrainischen Streitkräfte liege.
Budanov betonte zudem, dass die Ukraine für Kampfeinsätze zusätzliche Artilleriesysteme und Munition benötige. Er merkte an, dass die von Tschechien initiierte gemeinsame Beschaffung von 800.000 Artilleriegeschossen für die ukrainischen Streitkräfte durch europäische Länder bisher noch keine spürbare Präsenz an der Front gezeigt habe.

