Russische Truppen konzentrieren sich auf den Süden der Region Donezk, insbesondere auf die Gegend um die Stadt Selidove, wo sie ein ganzes Armeekorps und zusätzliche Panzerverbände stationiert haben. Dies berichtete der ukrainische Militär- und Politikexperte Kyrylo Sasonow im Sender „Kyiv24“.
Ihm zufolge hat sich der Schwerpunkt der russischen Invasoren nun auf Städte wie Vugledar, Kurakhove und Selidove verlagert. Der Analyst merkt an, dass dies wichtige Knotenpunkte seien, an die die Hauptstreitkräfte des Feindes verlegt würden.
Offensive auf die südlichen Städte der Region Donezk
Die Russen erhöhen zudem den Druck auf die Stadt Pokrowsk, während die Kämpfe in Torezk, New York und Chasowje Jar andauern. Laut Sasonow sollen diese Angriffe die ukrainischen Streitkräfte daran hindern, Verstärkung in andere Gebiete zu verlegen.
Der Analyst Sergei Zgurets von Defense Express warnte zudem, dass russische Streitkräfte versuchen, Selidove von Süden her zu umgehen und Stellungen nahe Tsukuryne anzugreifen. Dies sei Teil der Bemühungen der Invasoren, das gesamte Gebiet der Oblast Donezk zu besetzen, bevor mögliche Verhandlungen beginnen.
Das Ausmaß der feindlichen Streitkräfte
Das in diesem Gebiet eingesetzte Armeekorps umfasst möglicherweise 30.000 bis 60.000 Soldaten, was auf eine groß angelegte Konzentration der Streitkräfte in diesem Frontabschnitt hindeutet.
Die Lage an der Südfront bleibt angespannt, und die russischen Truppen erleiden schwere Verluste. Laut aktuellen Daten nehmen die russischen Verluste in der Ukraine weiter zu, insbesondere angesichts der anhaltenden Kämpfe im Osten und Süden des Landes.

