In der Nacht des 19. Oktober ereignete sich in Rumänien eine unerwartete Situation, die den Einsatz von Kampfflugzeugen zur Abfangjagd auslöste. Laut dem rumänischen Verteidigungsministerium stiegen F-18-Kampfflugzeuge der spanischen Luftwaffe und F-16-Kampfflugzeuge der rumänischen Luftwaffe auf, nachdem sie ein Luftziel entdeckt hatten, das die Landesgrenze überquert hatte.
„Am Samstag, dem 19. Oktober, gegen 2:30 Uhr morgens, entdeckte das Radarüberwachungssystem der rumänischen Armee ein kleines Luftziel im Schwarzmeergebiet, etwa 45 km östlich der Stadt Sfantu Gheorghe im Kreis Tulcea“, heißt es in dem Bericht.
Es wird angegeben, dass sich „das erfasste Ziel auf dem Weg zur rumänischen Staatsgrenze bewegte“.
„Zur Überwachung der Lage wurden nacheinander zwei F-18-Kampfflugzeuge der spanischen Luftwaffe vom 57. Luftwaffenstützpunkt Mihail Cogelniceanu und zwei F-16-Kampfflugzeuge der rumänischen Luftwaffe vom 86. Luftwaffenstützpunkt Borcea in die Luft gebracht“, berichtete das rumänische Verteidigungsministerium.
„Ein Radarsignal zeigte gegen 4:00 Uhr morgens den Grenzübertritt über die rumänische Landgrenze im Gebiet Gura-Porticei an. Daraufhin benachrichtigte das Nationale Militärkommandozentrum (Kern) die Generalinspektion für Notfälle, Maßnahmen zu ergreifen, um die Bevölkerung im nördlichen Teil östlich des Kreises Constanța zu warnen“, heißt es in dem Bericht.
„Die Luftraumüberwachungsradare überwachten kontinuierlich die Flugbahn des Ziels, das sich in Richtung der Stadt Kojalac im Kreis Constanta bewegte. Die maximale Eindringtiefe in rumänisches Territorium betrug 19 km. Die Kampfflugzeuge konnten zu keinem Zeitpunkt Sichtkontakt mit dem Ziel herstellen“, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit.
Das Überwachungssystem verlor Berichten zufolge gegen 4:30 Uhr südlich der Stadt Kocalak sein Radarsignal.
Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums ging gegen 5:10 Uhr die Meldung ein, dass der Luftalarm beendet worden sei und die Kampfflugzeuge zu ihren Einsatzorten zurückgekehrt seien.
„Auf Grundlage der derzeit verfügbaren Daten lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Einflusszone auf Staatsgebiet nicht abschätzen. Die Streitkräfte des Verteidigungsministeriums werden ab heute Morgen Aufklärungsflüge im Gebiet durchführen. Das Verteidigungsministerium hat die verbündeten Stellen in Echtzeit über die Lage informiert und steht in ständigem Kontakt mit ihnen“, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit.

