Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte warnt: Russland bereitet für dieses Frühjahr eine neue großangelegte Offensive vor. Laut Fokin, Kommandeur des 1. Angriffsbataillons der 3. separaten Angriffsbrigade der ukrainischen Streitkräfte, könnten die Kampfhandlungen bereits im April wieder aufgenommen werden. Hauptziel des Angriffs dürfte der Bezirk Borowaja in der Region Charkiw sein.
„Seit über einem Monat finden in den rückwärtigen Gebieten Russlands aktive Übungen statt. Gut ausgerüstete Reservisten werden ausgebildet, die voraussichtlich für die Offensive eingesetzt werden. Höchstwahrscheinlich werden sich die Kämpfe genau im Verantwortungsbereich unserer Brigade verschärfen“, sagte Fokin.
Trotzdem betont der Kommandeur, dass die Informationen zum genauen Zeitpunkt der Offensive derzeit vorläufig sind. Ähnliche Einschätzungen werden auch von anderen ukrainischen Offiziellen abgegeben.
Insbesondere Andrij Kowalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation im Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat, deutet an, dass der Kreml seine Offensivaktionen möglicherweise nicht im April, sondern im Mai intensivieren wird. Er merkte an, dass Russland weiterhin Ressourcen sammelt, Einheiten rotiert und die Logistik für einen Angriff aufbaut.
Auch internationale Denkfabriken bestätigen Hinweise auf russische Vorbereitungen für eine großangelegte Offensive. So berichteten westliche Medien bereits über die Vorbereitungen des Kremls für eine neue Kampfphase und beriefen sich dabei auf Satellitenbilder, Materialbewegungen und abgefangene Informationen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte kürzlich ebenfalls, dass Russland bis zum Ende des Frühjahrs eine neue Offensivwelle vorbereite. Seiner Ansicht nach werde der Feind die Verzögerung der westlichen Entscheidung über neue Waffenlieferungen nutzen, um den Druck an der Front zu erhöhen.
Laut mehreren Militärexperten könnte eine der Hauptrichtungen der bevorstehenden Operation die Region Saporischschja sein, insbesondere die Gebiete Orechow und Tokmak. Die Russen werden versuchen, den sogenannten „Landkorridor“ zur Krim auszuweiten und die ukrainischen Streitkräfte aus der gefährlichen Nähe zu Melitopol zu drängen.
Ukrainische Militäreinheiten befinden sich laut offenen Quellen bereits in erhöhter Kampfbereitschaft. Die ukrainischen Streitkräfte führen verstärkte Aufklärung durch, verstärken Stellungen und überwachen die feindliche Logistik.

