In der Nacht zum 4. Juli führte Russland seinen größten Luftangriff des Sommers durch und flog 550 Angriffe, zumeist mit Shahed-Drohnen, über der Ukraine. Der Haupttreffer galt Kiew und der Region Kiew.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden insgesamt 539 Kampfdrohnen eingesetzt, darunter mehr als 330 vom Typ Shahed. Die Drohnen starteten aus verschiedenen Regionen Russlands: den Gebieten Kursk, Orjol, Brjansk, Lipezk und Rostow sowie dem Gebiet Krasnodar.
Darüber hinaus setzte der Feind Folgendes ein:
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1 Kh-47M2 Kinzhal aerobballistische Rakete aus dem Luftraum der Region Lipezk,
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6 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M/KN-23 aus der Region Brjansk,
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4 Iskander-K Marschflugkörper aus den Regionen Kursk und Woronesch.
Nach vorläufigen Angaben zerstörte die ukrainische Luftverteidigung 478 Luftziele:
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270 – durch Feuer abgeschossen,
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208 – unterdrückt durch elektronische Kampfführung (EW).
Unter den neutralisierten Gütern befanden sich 268 Shahed-Drohnen sowie 2 Iskander-K-Marschflugkörper.
Es wurden jedoch Treffer an 8 Orten verzeichnet (insgesamt 9 Raketen und 63 Drohnen). Trümmer abgeschossener Objekte fielen an 33 weiteren Orten nieder.
Das Hauptziel des Angriffs war die ukrainische Hauptstadt. Luftstreitkräfte, Luftverteidigungseinheiten, mobile Feuergruppen, Einheiten für elektronische Kampfführung und Bediener unbemannter Systeme operierten im Luftraum über Kiew.
Nach offiziellen Angaben wurden bis 8:00 Uhr in Kiew 23 Menschen verletzt, darunter ein 10-jähriges Mädchen. Vierzehn wurden ins Krankenhaus eingeliefert, die übrigen wurden vor Ort behandelt.
Dieser Angriff bestätigt die Fähigkeit der Russischen Föderation, große Mengen von Shahed-Drohnen für einen massiven Schlag bereitzustellen. Trotz ukrainischer Versuche, Produktionsstätten für Drohnen in der Russischen Föderation zu zerstören, darunter Angriffe auf das Kupol-Werk in Ischewsk, modifiziert und erweitert der Aggressor seine Produktion kontinuierlich.
Trotz der extrem hohen Belastung der Luftverteidigung konnten die ukrainischen Verteidigungskräfte die meisten Bedrohungen neutralisieren, doch die Zahl der Opfer und Schäden erinnert uns daran, dass der Feind seine gezielte Terrorstrategie nicht aufgegeben hat.

