Russland hat laut der Nachrichtenagentur „Krimwind“, die sich auf Geheimdienstinformationen beruft, mit einem groß angelegten Transfer von militärischer Ausrüstung und Personal von der besetzten Krim und der Region Cherson in die Region Kursk begonnen.
Analysten zufolge handelt es sich um die größte Truppenverlegung aus südlicher Richtung in den letzten sechs Monaten. Konkret wurden mehr als 40 Lastwagen mit Personal und Munition, mindestens zehn neuwertige Selbstfahrlafetten sowie ein Flugabwehrraketensystem gezählt.
Die Kolonnen bewegten sich durch das vorübergehend besetzte Mariupol in Richtung Nowoasowsk. Anschließend wurde die Ausrüstung laut Quellen in Taganrog auf Bahnsteige verladen, um von dort weiter in die Region Kursk transportiert zu werden.
Die meisten Fahrzeuge wiesen eine charakteristische taktische Kennzeichnung auf – ein „Dreieck im Dreieck“. Analysten vermuten, dass sie zu Einheiten gehören, die für Operationen in einer neuen Richtung aufgestellt werden – wahrscheinlich an der Nordfront in der Nähe der Region Sumy.
Bemerkenswert ist auch das Auftreten von Selbstfahrlafetten, die bisher in der südlichen Region nicht gesichtet wurden. Ihre Bewegung durch die Krim könnte auf eine Änderung der Logistikrouten oder gar auf eine strategische Truppenverlegung zugunsten einer neuen Angriffsgruppe im Grenzgebiet hindeuten.
Ukrainische Geheimdienste überprüfen diese Informationen. Eine der Versionen besagt, dass offensive oder demonstrative Aktionen in den Grenzgebieten der Nordostukraine vorbereitet werden.
Dies ist nicht das erste Anzeichen einer möglichen Eskalation in der Region Sumy. In den letzten Monaten haben sowohl der Beschuss als auch die Aktivitäten der gegnerischen Grenzschutztruppen zugenommen. Die erneute Materiallieferung könnte ein weiteres Indiz für eine veränderte Taktik der russischen Truppen sein.

