Laut einem Bericht des amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW), der am 15. Januar veröffentlicht wurde, sagte Nikolai Patruschew, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Sekretär des russischen Sicherheitsrates, dass die Ziele des Kremls im Krieg gegen die Ukraine unverändert bleiben.
Analysten haben betont, dass Putin die „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ der Ukraine als Hauptziele der großangelegten Invasion bezeichnet hat, worüber er in einer Rede am 23. Februar 2022 sprach. Im Kern geht es bei diesen Zielen darum, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu zerstören und die legitime ukrainische Regierung durch prorussische Marionettenführer zu ersetzen.
Darüber hinaus wies Patruschew in einem Interview mit der Komsomolskaja Prawda die Vermutung zurück, Russland sei bereit, in künftigen Verhandlungen besetzte Gebiete der Ukraine abzutreten, und erklärte, diese Idee stehe „nicht einmal zur Debatte“.
Darüber hinaus sagte der ehemalige Chef von Roskosmos und jetzige sogenannte „Senator“ aus der Region Saporischschja, Dmitri Rogosin, in einem Interview, dass die russische Regierung die „Entnazifizierung“ in der Ukraine fortsetze, die er als „die Beseitigung derjenigen, die einen menschenfeindlichen, russophoben Geist in der Gesellschaft verbreiten“ definierte.
Das ISW geht weiterhin davon aus, dass Putins Ziel in der Ukraine die Auflösung der NATO und die vollständige Kontrolle über das Land ist. Der russische Diktator hält an diesen Zielen fest, und das Institut für Kriegsstudien sieht keinerlei Anzeichen dafür, dass er in künftigen Verhandlungen zu Kompromissen bereit ist.

