Der ukrainische Sicherheitsdienst hat Ermittlungen zu einem groß angelegten Fall illegaler Behinderung in der Region Winnyzja eingeleitet. Nach ersten Erkenntnissen wurden 24 Personen, darunter Ärzte und Beamte, in die Behindertengruppen II und III eingestuft.
Einigen „Patienten“ wurde während des Kriegsrechts eine Behinderung bewilligt, anderen eine lebenslange. Den Ermittlungen zufolge könnte es sich um einen Fall von gefälschten medizinischen Gutachten gegen Bestechungsgelder handeln. Ziel ist es, der Mobilmachung zu entgehen und eine Ausreiseerlaubnis zu erhalten.
Auch Mitarbeiter von medizinischen und sozialen Sachverständigenkommissionen (MSEC) stehen unter Verdacht, da sie möglicherweise die Erstellung gefälschter Dokumente ermöglicht haben. Alle Fälle wurden zur Überprüfung an das spezialisierte Institut des Gesundheitsministeriums in Dnipro weitergeleitet. Sollte sich der Verdacht als unbegründet erweisen, wird die Behinderung aberkannt.
Es wurde ein Ermittlungsverfahren gemäß dem ukrainischen Strafgesetzbuch wegen Behinderung der rechtmäßigen Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte eingeleitet. Zuwiderhandlungen werden mit bis zu acht Jahren Haft bestraft.
Die SBU führt die Ermittlungen fort, und es ist möglich, dass die Zahl der Verdächtigen noch steigt.

